
Großblättrige Zweijährige an Hofstellen und Wegrändern mit violetten Köpfen; im Hochsommer mäßig Nektar und Pollen.
Die Große Klette ist ein großblättriger, zweijähriger Korbblütler, der auf stickstoffreichen Böden rund um Ställe und Dörfer sowie an Wegen und Bächen wächst. Ihre violetten Köpfe, umgeben von hakigen Hüllblättern, werden von Honigbienen und Hummeln besucht; der Nektar- und Pollenbeitrag ist mäßig. Allein bildet sie keine Tracht, in der sommerlichen Trachtlücke ist sie aber eine ergänzende Quelle für Bienenstände in Siedlungsnähe.
Im ersten Jahr bildet sie eine große Blattrosette und eine dicke Pfahlwurzel; im zweiten Jahr blüht sie 4-6 Wochen von Juli bis August.
Einen Honig unter eigenem Namen gibt es nicht; sie trägt zu Sommermischhonigen bei.
Die hakigen Fruchtköpfe bleiben an Tierwolle und Kleidung hängen; vermehrt sie sich stark am Bienenstand, kann sie bei der Arbeit lästig werden. In Japan wird die Wurzel unter dem Namen Gobo als Gemüse angebaut. Die verwandte Kleine Klette (Arctium minus) hat für Bienen denselben Wert.