
Eine der besten Sommertrachtpflanzen; sondert von Juni bis September ganztags Nektar ab, auch bei Trockenheit, mit dunkelblauen Pollenhöschen.
Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine zweijährige Pflanze trockener, steiniger Böden, Straßenböschungen, Bahndämme und Brachflächen. Da der Nektar geschützt in der trichterförmigen Krone liegt, wird er vom Regen nicht ausgewaschen und den ganzen Tag über abgesondert; dass die Absonderung auch bei heißem, trockenem Wetter anhält, macht ihn in der sommerlichen Trachtlücke sehr wertvoll. Eine Pflanze öffnet wochenlang neue Blüten und wird von Honigbienen wie Wildbienen stark beflogen.
Von Juni bis September, 10-12 Wochen.
In Neuseeland und einigen europäischen Ländern wird Sortenhonig gewonnen; er ist sehr hell, mild aromatisch und kandiert langsam. Die Pollenhöschen sind marineblau bis dunkelblau und im Volk leicht zu erkennen.
Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide; diese können in messbaren Mengen im Honig vorkommen. In Gegenden, in denen der Natternkopf vorherrscht, ist es ratsam, den Honig untersuchen zu lassen. Auf mageren, trockenen Böden kann er als Bienenweide ausgesät werden; da er im zweiten Jahr blüht, sollte die Aussaat ein Jahr im Voraus geplant werden.