
Grau-Heide trockener westeuropäischer Heiden; die purpurrosa Glöckchen im Juni–September liefern guten Nektar vor der Besenheidetracht.
Die Grau-Heide ist ein niedriger Strauch der trockenen, sauren, sandigen Heiden Großbritanniens, Irlands, Westfrankreichs und der Benelux-Länder. Ihre kleinen, glockenförmigen, violettrosa Blüten sondern Nektar ab, den die Honigbiene erreichen kann. Da sie vor der Besenheide (Calluna vulgaris) blüht, liefert sie den Wanderimkern in der Heide die erste Tracht der Saison.
Sie blüht von Ende Juni bis September, am stärksten im Juli. In trockenen, heißen Sommern hält die Nektarabsonderung an, doch auf sehr trockenen Böden können die Pflanzen früh welken.
Honig, der überwiegend von dieser Art stammt, ist dunkel, rötlich und kräftig im Geschmack; anders als Besenheidehonig wird er nicht geleeartig. Da er meist zusammen mit Besenheidehonig geerntet wird, wird er selten als eigenes Produkt verkauft.
In der Türkei kommt sie nicht natürlich vor. Wer bei der Heidewanderung die Völker Anfang Juli bringt, nutzt sowohl die Grau-Heide als auch die im August einsetzende Besenheidetracht.