
Häufig auf Äckern und Feldrändern; liefert vom Frühjahr bis Sommer wenig Nektar, aber reichlich gelben Pollen; Kamillenfelder werden gern beflogen.
Die Echte Kamille ist eine einjährige Pflanze, die wild in Getreidefeldern, auf Brachen und an Wegrändern wächst und auch als Heilpflanze angebaut wird. Die kleinen Röhrenblüten in der gelben Mitte sondern wenig Nektar ab; die Bienen sammeln überwiegend Pollen. Einzelne Pflanzen tragen wenig bei, doch große Kamillenfelder und dichte Bestände leisten einen spürbaren Beitrag zur Pollentracht im späten Frühjahr.
Blüht von Mai bis August; im Herbst gekeimte Pflanzen können im Mittelmeerklima schon im April zu blühen beginnen.
Ein Sortenhonig wird nicht erzeugt. Die Pollenhöschen sind gelb.
Auf Kamillenfeldern werden die Blütenköpfe im geöffneten Zustand geerntet, sodass den Bienen nur wenig Zeit bleiben kann. Kamille in Getreidefeldern verschwindet durch Herbizideinsatz rasch; bei der Standortwahl sollte man sich nicht auf diese Quelle verlassen.