
Die kleinen weißen Sommerblüten bieten für Honigbienen gut erreichbaren Nektar; der Zitronenduft wird traditionell für Schwarmfallen genutzt.
Die Zitronenmelisse verdankt ihren Namen Melissa dem griechischen Wort für Biene. Die kleinen weißlichen Blüten in den Blattachseln haben eine kurze Kronröhre, sodass die Honigbiene den Nektar bequem erreicht. Der Pollenbeitrag ist gering; ihr eigentlicher Wert ist die regelmäßige Nektartracht im Hochsommer.
Sie blüht von Juni bis August. Wird sie nach der ersten Blüte geschnitten, kann sie zum Herbst hin ein zweites Mal blühen. Im Halbschatten und auf feuchtem, nährstoffreichem Boden honigt sie länger.
Ein Sortenhonig wird kommerziell nicht gewonnen; ihr Nektar geht in gemischten Sommerhonig ein. Die Pollenhöschen sind klein, Bienen kommen vor allem wegen des Nektars.
Die nach Zitrone duftenden flüchtigen Stoffe der Blätter ähneln dem Sammelpheromon der Bienen; deshalb reiben Imker das Innere von Beuten und Schwarmfallen mit Zitronenmelisse aus. Sie lässt sich leicht rund um den Bienenstand pflanzen, ist mehrjährig und breitet sich durch Selbstaussaat aus.