
Nordamerikanische Kletterpflanze an Mauern; die unscheinbaren Blüten liefern im Frühsommer reichlich Nektar und locken viele Bienen.
Die Fünfblättrige Jungfernrebe ist eine Kletterpflanze aus Nordamerika, die häufig zur Begrünung von Mauern und Zäunen gepflanzt wird und an ihren fünfteiligen, im Herbst scharlachrot färbenden Blättern zu erkennen ist. Ihre kleinen, grünlichen, unscheinbaren Blüten sind offen gebaut und sondern reichlich leicht erreichbaren Nektar ab; während der Blüte summt die Pflanze vor Bienen. In Städten und an Dorfhäusern kann sie die Trachtlücke des Frühsommers füllen.
Sie blüht von Juni bis August; die Blüte dauert einige Wochen und setzt an schattigen Fassaden etwas später ein. Sie kann sich mit der Linde überschneiden oder direkt auf sie folgen.
Neben Nektar liefert sie auch etwas Pollen. Sie wird nicht als eigener Honig geerntet und geht in Sommerhonige ein.
Die dunkelblauen Beeren sind für Menschen schädlich; für Nektar und Honig ist keine schädliche Wirkung bekannt. In vielen europäischen Ländern gilt sie als invasive Art, die an Waldränder und Ufer verwildert; bei Neupflanzungen können heimische Kletterpflanzen bevorzugt werden. Während der Blüte herrscht vor bewachsenen Mauern reger Bienenflug.