
Baum der mittel- und nordeuropäischen Bergwälder; kein Nektar, aber durch Honigtau von Lecanien und Rindenläusen Hauptquelle des dunklen Fichtenhonigs. Stark schwankende Tracht.
Die Gemeine Fichte ist in den Bergwäldern der Alpen, der Karpaten und Skandinaviens verbreitet, und in Mitteleuropa gibt es ausgedehnte Aufforstungen. Sie liefert keinen Nektar. Ihr Wert ist der Honigtau der Fichtenquirlschildläuse an den Trieben und der Rindenläuse an Ästen und Stamm; in guten Jahren bringt dieser Honigtau eine starke Waldtracht.
Sie streut im Mai-Juni Pollen; die Bienen sammeln ihn kaum. Der Honigtau dauert meist von Ende Mai bis Hochsommer; die Lauspopulation schwankt von Jahr zu Jahr stark.
Fichtenhonig ist dunkel rotbraun, mit Malz- und Harznoten, wenig süß, und kristallisiert meist langsam. In manchen Jahren kann melezitosereicher Honigtau in der Wabe fest werden, sodass die Bienen ihn im Winter nur schwer nutzen können.
Um Honigtaujahre vorherzusagen, wird im Frühjahr die Dichte der Schild- und Rindenläuse an den Ästen beobachtet. Zuckersirup zu füttern ist sicherer, als Honigtauhonig als Wintervorrat zu belassen. In der Türkei kommt diese Art nicht wild vor.