
Quelle des Pinienhonigs: kein Nektar, doch der Honigtau der Schildlaus Marchalina hellenica liefert vom Spätsommer bis November eine starke Tracht.
Die Kalabrische Kiefer liefert keinen Blütennektar; ihr Wert kommt vom Honigtau der Schildlaus (Marchalina hellenica) an ihren Zweigen. Die Laus saugt Pflanzensaft und scheidet zuckerreiche, süße Tropfen aus, die die Bienen sammeln und zu Pinienhonig verarbeiten. Die Türkei liefert den Großteil des weltweiten Pinienhonigs; die Hauptgebiete sind die Küsten von Muğla, Aydın, İzmir und Antalya.
Der Baum wird im März-Mai bestäubt und streut reichlich gelben Pollen, doch die Bienen sammeln wenig davon, und sein Nährwert ist gering. Die Haupttracht dauert von Ende August bis Ende November; am ergiebigsten ist meist September-Oktober. Bei mildem, feuchtem Wetter nimmt der Honigtau zu; starke Dürre oder kaltes, regnerisches Wetter vermindern ihn.
Pinienhonig ist ein bernsteinfarbener Honigtauhonig, wenig süß, mit leicht harzigem Aroma und reich an Mineralstoffen. Er kristallisiert sehr langsam und bleibt lange flüssig.
Die Wanderung wird für Ende August geplant. Honigtauhonig kann die Bienen als Winterfutter belasten; für den Winter sollte etwas Blütenhonig oder Zuckersirup verbleiben. Waldbrände verkleinern das Trachtgebiet für Jahre.