
Ausdauernde Pflanze mit blauen Glockenblüten feuchter Wiesen und Waldränder Nordeuropas und Sibiriens; gute Sommertrachtpflanze.
Die Blaue Himmelsleiter ist ein ausdauerndes Kraut feuchter Wiesen, Bachufer, Waldlichtungen und Waldränder von Nord- und Mitteleuropa bis Sibirien und in den Kaukasus. Ihren Namen verdankt sie den Fiederblättchen, die wie Leitersprossen paarweise gegenüberstehen. An den Stängelspitzen bilden blaue, selten weiße, weit glockenförmige Blüten dichte Rispen. Ihr Nektar ist reichlich und leicht erreichbar; in der russischen und sibirischen Imkerei gilt sie als bekannte Trachtpflanze des Frühsommers.
Sie blüht von Juni bis August; an kühlen, feuchten Standorten dauert die Blüte lange.
Als eigener Sortenhonig ist sie nicht verbreitet; sie trägt zu Wiesen- und Waldrandhonigen bei. Auch Pollen wird gesammelt.
Sie ist sehr kältefest, gedeiht leicht in kühlen, feuchten Gärten und vermehrt sich durch Selbstaussaat. Wo die Sommer heiß und trocken sind, tut sie sich schwer; in der Türkei eignet sie sich daher nur für kühle Hochlagen und die nördlichen Regionen.