
Die Traubenkirsche blüht im April–Mai an feuchten Standorten und liefert Nektar und Pollen für die Frühjahrsentwicklung, selten eine eigene Ernte.
Die Gewöhnliche Traubenkirsche wächst an Bachufern, auf Waldlichtungen und an feuchten Nordhängen und trägt hängende Trauben aus weißen, stark duftenden Blüten. Honigbienen sammeln an den Blüten sowohl Nektar als auch Pollen; während der Frühjahrsentwicklung sorgt sie für einen stetigen Futterstrom ins Volk, gilt aber nicht als Quelle, die allein eine Ernte bringt.
Sie blüht von Ende April bis in den Mai, zusammen mit dem Laubaustrieb, und bleibt etwa zwei Wochen in Blüte. Bei kühlem, regnerischem Wetter lässt der Nektarfluss nach; an milden, sonnigen Tagen nimmt der Bienenbeflug deutlich zu.
Ein eigener Traubenkirschenhonig wird nicht gewonnen; der Nektar fließt in gemischten Frühjahrshonig und in die Brutversorgung. Der Pollen ist wertvoll, weil er in die Zeit fällt, in der die Bruttätigkeit zunimmt.
In der Türkei, besonders in den feuchten Tälern Nordostanatoliens, ist sie zusammen mit Weide und Ahorn ein Glied der Futterkette im zeitigen Frühjahr. Blätter und Kerne enthalten cyanogene Verbindungen; das ist für Weidetiere von Bedeutung, für den Honig ist kein Problem bekannt.