
Rettich für Saatgut oder Futter; weiß-violette Blüten geben guten Nektar, Ölrettich als Zwischenfrucht liefert späte Herbsttracht.
Da der Garten-Rettich als Gemüse im Blatt- und Wurzelstadium geerntet wird, nützt er den Bienen nur auf Saatgutvermehrungsflächen und als Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiformis), der als Zwischenfrucht gesät wird. Seine weißen, rosa oder hellviolett geäderten Blüten liefern guten Nektar; der Pollenbeitrag ist mäßig.
Auf Vermehrungsflächen blüht er von April bis Juni 4-5 Wochen; im Spätsommer gesäter Ölrettich blüht im September-Oktober und kann bis zu den ersten Frösten weiterblühen.
Ein eigener Rettichhonig ist im Handel nicht verbreitet; wie andere Kreuzblütlerhonige ergibt er einen hellen, schnell kristallisierenden Honig. Frischer Honig kann leicht scharf riechen.
Die Saatgutvermehrung von Rettich hängt von Fremdbestäubung ab; Saatgutfirmen mieten mitunter Bienenvölker an. Der an der Mittelmeerküste verbreitete Hederich (Raphanus raphanistrum) ist eine ähnliche Frühjahrsquelle.