
Erste große Pollenquelle nach dem Winter; die Kätzchen im Februar-April liefern reichlich gelben Pollen und Nektar für die Brutentwicklung.
Weiden sind nach dem Winter die erste große Pollenquelle der Bienen. Es gibt männliche und weibliche Bäume: Die gelb bepuderten Kätzchen der männlichen geben reichlich Pollen, die weiblichen Nektar. Durch ihre frühe Blüte sorgen sie für eine rasche Ausdehnung des Brutnestes; schon wenige Weiden nahe den Beuten machen einen Unterschied.
Je nach Art blühen sie von Februar bis April nacheinander. Salix caprea (Sal-Weide) gehört zu den frühesten und wertvollsten; auch S. alba (Silber-Weide), S. fragilis, S. cinerea und die Zierform S. babylonica (Trauerweide) nützen den Bienen.
Da die frühe Frühjahrstracht meist im Stock verbraucht wird, ist eigener Weidenhonig selten. Die Pollenhöschen sind leuchtend gelb. In manchen Jahren wird auch Honigtau von Blattläusen gesammelt.
Männliche Weiden rund um den Bienenstand zu pflanzen, ist eine günstige und wirksame Frühjahrshilfe. Die meisten Weiden bewurzeln sich in feuchtem Boden leicht aus Stecklingen; die Sal-Weide wurzelt dagegen schlecht, daher ist die Pflanzung als Jungpflanze sicherer.