
In Anatolien an Wegrändern und auf Weiden häufiger Salbei; die kurzen Blütenröhren passen zu Honigbienen, die lange Sommerblüte liefert stetig Nektar.
Ein sehr häufiger Salbei an Wegrändern, auf Weiden, an Feldrainen und trockenen Hängen von Mittel- und Osteuropa bis nach Anatolien, in den Kaukasus und nach Iran. Anders als bei anderen Salbeiarten ist die Blütenröhre kurz und der Hebelmechanismus schwach, sodass Honigbienen den Nektar leicht erreichen. Russische und ukrainische Quellen nennen ihn eine gute Trachtpflanze.
Kleine lila-violette Blüten stehen in Etagen um den Stängel und öffnen sich von Juni bis September. Die lange Blütezeit macht ihn in der Sommer-Trachtlücke zu einer wertvollen Zwischentracht. In trockenen Sommern geht die Absonderung zurück, hört aber nicht ganz auf.
Er liefert keinen Sortenhonig; er geht in gemischte Sommer- und Hochlandhonige ein. Der Pollenbeitrag ist mittel.
An ungemähten Wegrändern und Rainen breitet er sich von selbst aus; der Erhalt dieser Streifen verlängert die Sommertracht. Im Garten eignet er sich als trockenheitsverträgliche, sich selbst aussäende Bienenpflanze; nach einem Rückschnitt nach der ersten Blüte blüht er erneut.