
Die am spätesten blühende Linde liefert im feuchten Juli reichlich Nektar und überbrückt die Sommerlücke. Tote Hummeln darunter gelten eher als verhungert denn vergiftet.
Die Silber-Linde ist ein Honigbaum aus dem Balkan und Nordwestanatolien, der in Städten viel gepflanzt wird. Ihr Nektar ist reichlich und zuckerreich; an milden, feuchten Tagen und nach Regen steigt die Absonderung, bei trockenem, heißem Wind versiegt sie rasch. In manchen Jahren kommt Honigtau von Blattläusen als zusätzliche Quelle hinzu.
Sie ist die am spätesten blühende Linde: Von Ende Juni bis Mitte Juli blüht sie etwa 2-3 Wochen, nach der Sommer- und der Winter-Linde.
Lindenhonig ist hellgelb, leicht grünlich, mit frischem Aroma und einem Hauch von Minze und Menthol; er kristallisiert mittelschnell. Die Pollenhöschen sind hell gelbgrün.
Tote Hummeln unter dem Baum wurden früher der Mannose im Nektar zugeschrieben; spätere Untersuchungen zeigten, dass sie verhungern, wenn der Nektar am Ende der Blüte knapp wird. Es gibt keine stichhaltigen Belege für eine Schädigung der Honigbiene. Stadtlinden sind ein gutes Ziel für die Wanderung im Juli.