
Trockenheitsverträgliche, großwüchsige Wicke, in trockenen Gebieten als Futterpflanze angebaut; dunkelviolette Blüten, mäßige Frühjahrstracht.
Vicia narbonensis ist eine aufrecht wachsende, großblättrige einjährige Wicke, eng verwandt mit der Ackerbohne. Sie kommt wild im Mittelmeerraum und im Nahen Osten vor; weil sie Trockenheit und Kälte besser verträgt als andere Wicken, wird sie in Inner- und Südostanatolien als Futter- und Körnerpflanze angebaut. Die dunkelvioletten Blüten bestäuben sich überwiegend selbst, doch Honigbienen und Hummeln besuchen sie wegen des Nektars. Auch die extrafloralen Nektarien an den Nebenblättern, die bei vielen Wicken-Arten vorkommen, werden von Bienen beflogen.
Je nach Aussaatzeit blüht sie 3-4 Wochen zwischen April und Juni; bei Herbstaussaat früher.
Sie liefert keinen eigenen Honig, trägt aber zu Frühjahrs-Mischhonigen bei. Der Pollenbeitrag ist gering.
Ein Bienenstand nahe großen Anbauflächen unterstützt die Frühjahrsentwicklung. Wichtig ist, mit dem Landwirt abzusprechen, dass Spritzungen während der Blüte in den Abendstunden erfolgen.