
Die Spätsommertracht der nordwesteuropäischen Heiden; liefert den berühmten dunklen, kräftigen, geleeartigen Heidehonig.
Die Besenheide ist ein kleinblättriger Strauch, der auf sauren, sandigen, nährstoffarmen Böden ausgedehnte Heiden bildet. In Schottland, auf der Veluwe in den Niederlanden und in der Lüneburger Heide wandern die Imker im Spätsommer mit ihren Völkern in diese Gebiete. Für die Nektarabsonderung braucht sie warme Tage, kühle Nächte, hohe Luftfeuchtigkeit und feuchten Boden; in trockenen Jahren bleibt die Tracht schwach.
Sie blüht von Anfang August bis Ende September, etwa 4-6 Wochen. Die kleinen rosa-lila Glockenblüten bilden dichte Ähren.
Heidehonig reicht von dunkel bernsteinfarben bis rötlich braun und hat ein kräftiges, leicht bitteres Aroma. Da er geleeartig (thixotrop) ist, lässt er sich in einer normalen Schleuder nicht ausschleudern; er wird als Wabenhonig verkauft, gepresst oder mit einem Stipp- bzw. Nadelgerät gelockert. Luftbläschen sind typisch.
In der Türkei kommt sie örtlich auf den sauren Böden des Schwarzmeer-Küstenstreifens vor; der Name püren wird manchmal neben den Erica-Arten auch für diese Art gebraucht. Manche Imker lassen diesen kolloidreichen Honig ungern als Winterfutter im Volk.