
Gelbköpfiges, langdorniges Unkraut, das auch im trockenen Hochsommer reichlich Nektar liefert; wichtige Sommertracht in Anatolien und Kalifornien.
Die Sonnwend-Flockenblume wächst massenhaft auf Brachen, an Wegrändern und auf verarmten Weiden von Zentralanatolien bis an die Mittelmeerküste. Dank ihrer tiefen Pfahlwurzel sondert sie auch dann noch Nektar ab, wenn die Bodenoberfläche ausgetrocknet ist; deshalb ist sie in trockenen Sommern eine der verlässlichsten Quellen der Steppe. Die gelben Röhrenblüten werden von Honigbienen stark beflogen.
Sie blüht von Ende Juni bis September, je nach Niederschlag länger als 2 Monate.
In Kalifornien wird ein nach ihr benannter Sortenhonig kommerziell gewonnen; er ist hell, mit leicht grünlichem Schimmer und mild-süßem Geschmack. In der Türkei geht ihr Nektar meist in gemischten Hochland- und Steppenhonig ein.
Die Pflanze verursacht bei Pferden eine schwere Erkrankung des Nervensystems; dass diese Wirkung in den Honig übergeht, ist nicht bekannt. In Nordamerika gilt sie als invasiv; in der Türkei ist sie heimisch und bei der Sommerwanderung durchaus zu berücksichtigen.