
Blüht den ganzen Sommer mit violetten Ähren an Bächen, Gräben und Sümpfen; liefert Bienen in der Sommerlücke stetig Nektar und grünen Pollen.
Der Blutweiderich ist eine mehrjährige Pflanze feuchter Böden, die im Hochsommer lange purpurne Ähren bildet. Seine Blüten haben Griffel und Staubblätter in drei verschiedenen Längen; dieser Bau sichert die Fremdbestäubung. Der Nektar liegt am Grund der Kronröhre und wird von der Honigbiene bequem aufgenommen.
Er blüht von Ende Juni bis September. Solange genug Bodenwasser vorhanden ist, honigt er auch in der Sommerhitze; anders als austrocknende Weiden bieten Feuchtgebiete den Bienen so eine durchgehende Quelle.
Der Pollen der langen Staubblätter ist grün, der der kurzen gelb; die eingetragenen Höschen wirken meist grün. In Europa ist er als Sortenhonig nicht verbreitet.
In Nordamerika ist er zu einer invasiven Art geworden, die Feuchtgebiete überwuchert; in Europa und der Türkei ist er heimisch. Da er für Bienenstände an Bächen eine wertvolle Hochsommerstütze ist, liegt es im Interesse des Imkers, diese Flächen ungemäht zu lassen.