
Dorniger Strauch trockener Hänge und Feldränder; die kleinen Blüten mit offener Nektarscheibe überbrücken den Frühsommer zwischen Robinie und Thymian.
Der Gewöhnliche Stechdorn ist ein dorniger Strauch trockener, steiniger Hänge und Feldränder, der auch als Hecke wächst. Seine kleinen, gelblich-grünen Blüten tragen eine offen liegende Nektarscheibe, sodass Honigbienen den Nektar leicht erreichen. Da er sehr viele Blüten bildet, liefern große Bestände im Frühsommer eine wertvolle Zwischentracht.
Je nach Region blüht er von Ende Mai bis Juli und überbrückt die Lücke zwischen Robinien- und Thymiantracht. Bei warmem, leicht feuchtem Wetter befliegen ihn die Bienen sehr stark; an trockenen, windigen Tagen lässt der Beflug nach.
Ein eigener Stechdornhonig wird kaum gewonnen; der Nektar geht meist in Wiesen- und Berghonige aus vielen Blüten ein. Auch Pollen wird gesammelt, jedoch weniger als Nektar.
Das Roden von Stechdorngebüsch hat die Frühsommertracht in manchen Gegenden geschwächt. Ihn an erosionsgefährdeten Hängen und Feldrainen zu erhalten, nützt dem Boden wie den Bienen.