
Invasiver Spätblüher mit reichlich Nektar und Pollen; wertvoll für Wintervorrat und Winterbienen, verdrängt jedoch heimische Pflanzen.
Die aus Nordamerika stammende Riesen-Goldrute bildet in Mitteleuropa an Flussufern, Bahndämmen und auf aufgelassenen Äckern ausgedehnte, dichte Bestände. Im August-September, wenn andere Quellen versiegen, bietet sie Nektar und reichlich Pollen und hilft den Völkern, Winterbienen aufzuziehen und den Vorrat zu ergänzen. Die Nektarabsonderung ist an warmen, feuchten, windstillen Tagen hoch und sinkt an kühlen Herbstmorgen deutlich ab.
Die Blüte beginnt Anfang August und dauert 6-8 Wochen, bis Ende September.
In Ländern wie Polen und Ungarn wird Goldrutenhonig als Sortenhonig gewonnen. Er ist goldgelb bis bernsteinfarben, hat ein eigenes Aroma, eine leicht herbe Süße und kandiert schnell. Die Pollenhöschen sind leuchtend gelb.
Der schnell kandierende Honig kann im Winter in den Waben fest werden; gehen die Völker überwiegend mit diesem Honig in den Winter, sollte eine Zufütterung mit Sirup erwogen werden. Die Art steht in vielen europäischen Ländern auf der Liste invasiver Arten und sollte nicht absichtlich ausgesät werden.