











Ackerwildkraut, das nach der Getreideernte auf Stoppelfeldern blüht; in Mitteleuropa eine Haupttracht des Spätsommers mit eigenem Sortenhonig.
Der Einjährige Ziest ist ein Ackerwildkraut, das nach der Ernte auf den Stoppeln der Getreidefelder blüht. In Mitteleuropa, besonders in Ungarn, Rumänien und der Slowakei, gilt er als eine der wichtigsten Spätsommertrachten. Die Nektarabsonderung steigt bei heißem Wetter und auf kalkhaltigen Feldern, auf die nach der Ernte Regen gefallen ist.
Blüten sind von Juni bis Oktober zu sehen; die Haupttracht liegt nach der Getreideernte im Juli-September. Frühes Stoppelumbrechen und Herbizideinsatz haben diese Quelle vielerorts stark verringert.
In Mitteleuropa wird daraus ein Sortenhonig gewonnen; er wird als hell und angenehm duftend beschrieben. Pollen wird wenig gesammelt.
Auch in der Türkei kommt er an Feldrändern vor, doch sein Wert für die Imkerei wurde dort nicht eigens untersucht. In Gegenden, in denen die Stoppeln spät umgebrochen werden, lohnt es sich, ihn als Spätsommerquelle zu beobachten.