
Einer der wichtigsten Honigbäume Nordamerikas mit starker Tracht in guten Jahren. Der Honig ist sehr hell und frisch-würzig; die Erträge schwanken stark.
Die Amerikanische Linde ist ein häufiger Waldbaum im Osten Nordamerikas und rund um die Großen Seen und für die dortigen Imker eine klassische Sommertracht. In günstigen Jahren kann ein einziges Volk die Honigräume innerhalb weniger Tage füllen; in trockenen oder kühlen Jahren kann die Absonderung dagegen fast ganz ausbleiben.
Sie blüht etwa 2-3 Wochen von Ende Juni bis Mitte Juli. Die Blüten hängen in Trugdolden an einem zungenförmigen Hochblatt; an heißen Tagen nach milden, feuchten Nächten fliegen die Bienen sie stark an.
Der Honig reicht von wasserhell bis sehr hellgelb und hat einen ausgeprägten, leicht scharfen, minzigen Geschmack; er kristallisiert mittelschnell. Der Pollenbeitrag ist zweitrangig.
In Europa und der Türkei kommt sie nur vereinzelt als Parkbaum vor, ihre Bedeutung für die Imkerei ist hier gering. In ihrem Heimatgebiet muss man dagegen mit starken, bereits aufgesetzten Völkern bereitstehen, um die Lindenjahre zu nutzen.