
Verbreitete Futterleguminose, deren Nebenblatt-Nektarien schon vor der Blüte Nektar liefern und die Frühjahrsentwicklung fördern.
Die Futter-Wicke sondert Nektar nicht nur in den Blüten ab, sondern auch in den dunkel gefleckten extrafloralen Nektarien an der Unterseite der Nebenblätter. In die tiefen Blüten gelangt die Honigbiene nicht immer leicht, an diesen Nektarien sammelt sie dagegen problemlos. Der Pollenwert ist mittel.
Sie blüht von April bis Juni; auf Futterflächen, die im Gemenge mit Getreide angebaut werden, dauert die Blüte 3-4 Wochen. Winterungen blühen früher als Sommerungen.
Ein reiner Wickenhonig wird kaum gewonnen; die Pflanze verleiht dem gemischten Frühjahrshonig eine helle Farbe und einen milden Geschmack. Da die extrafloralen Nektarien schon vor der Blüte arbeiten, bieten sie den Völkern eine frühe und gleichmäßige Tracht.
In Gegenden mit Wicken-Gerste- oder Wicken-Hafer-Gemenge ist sie nützlich für die Frühjahrsentwicklung. Wird früh für Heu oder Gründüngung gemäht, bricht die Tracht schlagartig ab; den Mähtermin mit dem Landwirt abzusprechen und um Spritzungen in den Abendstunden zu bitten, verringert die Verluste.