Tam Boyutta Gör
Heutzutage ist GPS nicht nur ein Werkzeug zur Erleichterung der Navigation. Von Smartphones über Fahrzeuge bis hin zu Drohnen und tragbaren Technologien arbeiten unzählige Geräte dank komplexer Berechnungen, die auf Standortinformationen basieren. Die Rechenleistung hinter diesen Systemen beruht oft auf viel größeren Infrastrukturen als den Geräten selbst. Was wäre, wenn ein Teil dieses Berechnungs- und Entscheidungsprozesses direkt auf dem Gerät mit einem Chip in der Größe eines Samenkorns und einem Stromverbrauch von nur Mikrowatt durchgeführt werden könnte? Wissenschaftler suchen die Antwort auf diese Frage in einem der kleinsten, aber fähigsten Lebewesen der Natur: Honigbienen.
Inspirationsquelle Bienen
Forscher, die am von der Europäischen Union unterstützten InsectNeuroNano-Projekt arbeiten, zielen darauf ab, ultra-niedrigleistungsfähige GPS-ähnliche Chips zu entwickeln, die die außergewöhnliche Energieeffizienz und Navigationsfähigkeit des Bienenhirns nachahmen. Zum Vergleich: Eine Honigbiene verarbeitet während des Flugs in einem dreidimensionalen Raum Echtzeitdaten, korrigiert ständig ihre Richtung, kommuniziert mit anderen Bienen und findet Nahrungsquellen. All dies geschieht mit einem extrem niedrigen Energieverbrauch von etwa 10 Mikrowatt.