Jahreszeit
Diese Periode ist die sommerliche Trachtlücke — die ruhige, knappe Zeit zwischen dem Ende der Haupttracht und dem Beginn der Herbsttracht. In heißen, trockenen Regionen ist dies eine echte Knappheit: Die Natur ist von der Hitze ausgedörrt, die Quellen sind versiegt. Für das Volk ist es eine schwierige Wartezeit.
Die Temperaturen sind auf dem sommerlichen Höhepunkt, oft extrem heiß. In vielen Regionen herrscht Trockenheit — kein Regen, ausgetrocknete Böden, welke Vegetation. Die Tage sind noch lang, aber die Natur bietet wenig. Die Hitze selbst wird zur Herausforderung für das Volk.
Die Vegetation ist ausgedörrt. Die sommerliche Trockenheit trocknet die Nektarquellen aus; selbst blühende Pflanzen produzieren bei Hitze und Wassermangel wenig Nektar. Für die Biene ist dies eine der schwierigsten Zeiten des Jahres: Es ist heiß, es gibt wenig zu sammeln, und Räuberei lauert.
Der Charakter der Periode in einem Satz: Die Natur ruht in der Hitze, und der Imker schützt das Volk vor Hitze, Knappheit und Räuberei. Die Aufgabe ist, das Volk kühl und mit Wasser versorgt zu halten, den Vorrat zu überwachen (das Volk kann jetzt Vorrat verbrauchen statt aufzubauen), die Räuberei zu verhindern und die Varroa-Behandlung fortzusetzen. Es ist eine wachsame Wartezeit.
Regionale Unterschiede sind extrem. In heißen, trockenen mediterranen und kontinentalen Regionen ist die sommerliche Lücke scharf und lang. In kühleren, feuchteren Regionen kann sie mild sein oder ganz fehlen (die Tracht geht kontinuierlich weiter). Die lokale Kenntnis dieser Lücke ist entscheidend.


