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Ein totes Volk ist die letzte Gelegenheit, die Ursache zu erfahren. Wird die Beute nur ausgeräumt, geht diese Information verloren.

Zuerst dokumentieren

  • Fotos von außen und innen, vor jeder Veränderung
  • Datum und Beutennummer
  • Die eigenen Aufzeichnungen heranziehen: letzte Durchsicht, Befallszahlen, Behandlungen, Fütterung

Die entscheidende Frage: War Vorrat da?

  • Kein Vorrat: Verhungert — die Ursache liegt bei der Auffütterung
  • Vorrat vorhanden, aber seitlich: Verhungert bei vollen Waben. Die Traube kann bei Kälte nicht seitwärts wandern
  • Vorrat direkt über der Traube: Die Ursache liegt woanders

Der mittlere Fall ist häufiger, als viele annehmen — und er ist vermeidbar, indem der Vorrat über die Traube gebracht wird.

Die Bilder und was sie bedeuten

  • Kleine Traube, viele Bienen kopfüber in Zellen: Verhungert
  • Nasse Beute, Schimmel, Wasser am Boden: Feuchtigkeit
  • Wenige Bienen, kaum Leichen, Vorrat da: Das Volk ist geschmolzen — meist Varroa und Viren
  • Verkrüppelte Flügel bei den toten Bienen: Deutliches Zeichen für hohen Milbendruck
  • Kotflecken an den Waben: Nosema oder ungeeignetes Winterfutter
  • Mäusenest und Fraßschäden: Mäusegitter fehlte oder kam zu spät
  • Buckelbrut oder keine Brut im Frühjahr: Weisellosigkeit

Das Gemüll untersuchen

Auf dem Boden liegen Milben, Wachsteilchen und tote Bienen. Milben im Gemüll bestätigen den Verdacht auf Varroa.

Bei Verdacht auf Faulbrut

Streichholzprobe machen, Beute schließen, nichts bewegen und melden. Ein totes Volk mit Faulbrut ist eine Sporenquelle für die ganze Umgebung.

Die Beute sichern

Sofort verschließen. Eine offene Beute mit Vorrat löst Räuberei aus — und verteilt damit genau das, was das Volk getötet hat.

Was der Fall wert ist

Erst mit den eigenen Aufzeichnungen wird aus einem Verlust eine Lehre. Ohne sie bleibt er ein Rätsel.

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