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Das Kakugo-Virus wurde bei Untersuchungen zum Verteidigungsverhalten der Bienen beschrieben. Es ist eng mit dem Fluegeldeformationsvirus verwandt.

Die Beobachtung

Das Virus wurde im Gehirn von Bienen gefunden, die Wachdienst leisteten und sich verteidigten. Daraus entstand die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen Infektion und Angriffsverhalten besteht.

Was das bedeutet und was nicht

Einen Zusammenhang festzustellen ist nicht dasselbe wie eine Ursache nachzuweisen. Der Fund laesst offen, ob:

  • Das Virus das Verhalten beeinflusst
  • Verteidigende Bienen aus anderen Gruenden haeufiger infiziert sind
  • Beides durch einen dritten Faktor bestimmt wird

Hier laeuft die Forschung noch. Fuer die Praxis lassen sich daraus keine Empfehlungen ableiten.

Die Verwandtschaft, die zaehlt

Das Virus gehoert zur selben Gruppe wie das Fluegeldeformationsvirus — das wichtigste Virus der Imkerei.

Damit gelten dieselben Grundsaetze: Es wird von Varroa uebertragen, die Milbe bringt es unmittelbar in die Haemolymphe, und die Belastung haengt vom Milbendruck ab.

Was ein Imker davon hat

Wenig — und das zu sagen ist ehrlicher, als eine Massnahme vorzutaeuschen.

Was gilt, gilt fuer alle Bienenviren: Es gibt kein Mittel, das auf das Virus wirkt, und die einzige wirklich wirksame Massnahme ist die Varroakontrolle.

Wenn ein Volk stechlustig ist

Die bekannten Faktoren pruefen, bevor man an ein Virus denkt:

  • Alter und Genetik der Koenigin
  • Weisellosigkeit
  • Raeuberei oder anhaltende Stoerung
  • Wetter und Trachtluecke
  • Alarmpheromon in Kleidung und Handschuhen

Die Koenigin zu erneuern ist die Massnahme, die bei Stechlust fast immer wirkt.

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