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Beide sind parasitische Milben, die sich in der Brut vermehren. Die Unterscheidung ist wichtig, weil Tropilaelaps in vielen Ländern meldepflichtig ist und andere Maßnahmen verlangt.

Die Form

  • Varroa: Breiter als lang, flach, rotbraun. Erinnert an eine kleine flache Scheibe
  • Tropilaelaps: Länger als breit, schmaler, deutlich kleiner

Dies ist das zuverlässigste Merkmal im Feld: Die eine ist quer, die andere länglich.

Die Bewegung

Der zweite auffällige Unterschied.

  • Varroa bewegt sich vergleichsweise langsam
  • Tropilaelaps läuft auffallend schnell über die Wabe

Wer eine schnell laufende, längliche kleine Milbe sieht, hat allen Grund zur Aufmerksamkeit.

Warum Tropilaelaps gefährlicher ist

  • Der Vermehrungszyklus ist kürzer — die Population wächst schneller
  • Die Milbe kann sich außerhalb der Brut nur kurz halten
  • Der Schaden an der Brut ist ausgeprägter

Der Punkt, der alles ändert

Weil Tropilaelaps ohne Brut nicht überleben kann, ist eine Brutunterbrechung gegen sie besonders wirksam — deutlich wirksamer als gegen Varroa.

Umgekehrt versagen Verfahren, die auf die Bekämpfung außerhalb der Brut zielen, bei ihr weitgehend.

Die Kontrolle

Beide werden über dieselben Verfahren erfasst: Gemülldiagnose auf der Windel, Puderzucker- oder Auswaschmethode, Untersuchung von Drohnenbrut.

Bei der Windel lohnt der genaue Blick: Eine längliche, kleinere Milbe zwischen den gewohnten runden ist der erste Hinweis.

Bei Verdacht

  • Milben in Alkohol sammeln
  • Fotografieren
  • Der zuständigen Stelle melden
  • Keine Völker oder Waben bewegen

Tropilaelaps ist in vielen Ländern meldepflichtig. Ein früher Fund begrenzt die Ausbreitung.

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