Kisten für Wabentransport und Lagerung

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Kästen für Transport und Aufbewahrung von Rähmchen sind Kästen mit Deckel, Honigräume und Kisten, in denen ausgebaute Beutenrähmchen geschützt vor Bienen, Staub, Feuchtigkeit und Schädlingen vom Bienenstand in den Schleuderraum, von Beute zu Beute oder ins Lager gebracht und außerhalb der Saison aufbewahrt werden. Beim Transport von Honigwaben Räuberei zu verhindern und bei der Lagerung leerer Waben die Wachsmotte fernzuhalten, ist die eigentliche Aufgabe dieser Kästen. Diese Seite beschreibt Kastenarten, Auswahl, richtigen Gebrauch und Hygiene.

Wozu dient ein Wabentransportkasten?

Ein Imker trägt im Laufe der Saison Hunderte Male Rähmchen: bei der Ernte volle Honigwaben, bei der Ablegerbildung Brutwaben, bei der Durchsicht Ersatzwaben, im Herbst leere Waben ins Lager. Jedes offen getragene Rähmchen birgt folgende Risiken:

  • Räuberei: Honigduft lockt Bienen rasch an; eine offene Honigwabe kann am Stand Räuberei auslösen.
  • Wabenbruch: Erschütterungen und Stöße brechen vor allem frische, volle Waben.
  • Verschmutzung: Staub, Erde und Insekten gelangen an die Honigwabe.
  • Auskühlung: Eine Brutwabe kühlt bei Wind und kühlem Wetter schnell aus.

Ein geeigneter Kasten verhindert all diese Probleme und lässt Ihnen beide Hände frei.

Arten von Kästen für Transport und Aufbewahrung von Rähmchen

Wabentransportkiste mit Deckel

Ein Kunststoff- oder Holzkasten für meist 5–10 Rähmchen, mit Auflageschienen für die Rähmchenohren, Griff und dicht schließendem Deckel. Ideal, um bei der Durchsicht entnommene Rähmchen vorübergehend abzustellen, Rähmchen zwischen Beuten zu tragen und bei der Ernte kleine Mengen in den Schleuderraum zu bringen.

Honigraum und Abtropfschale

Der häufigste Transportkasten bei der Ernte ist der Honigraum selbst. Der volle Honigraum wird auf eine untergelegte Abtropfschale (Tablett) gestellt und oben mit einem dichten Deckel verschlossen; so tropft kein Honig heraus, und keine Biene kommt hinein. Auf diese Weise werden die Honigräume gestapelt und ins Fahrzeug geladen.

Zum Schleudern gestapelte hölzerne Honigräume
Vor dem Schleuderraum gestapelte Honigräume. Jeder Honigraum ist zugleich ein Wabentransportkasten; die oberen und unteren Öffnungen müssen verschlossen sein. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)

Ablegerkästen

Kleine Beuten für fünf Rähmchen dienen zum Transport von Rähmchen mit Bienen und zur Bildung neuer Völker. Dank belüfteter Deckel und verschließbarer Fluglöcher lassen sich auch Brutwaben samt Bienen sicher transportieren.

Im Kofferraum eines Autos transportierte hölzerne Ablegerkästen
Mit bienenbesetzten Rähmchen gefüllte Ablegerkästen im Kofferraum eines Autos. Die Kästen sind gesichert, die Deckel geschlossen. Foto: emmajanehw / Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Lagerkästen, Wabenschränke und Kisten

Außerhalb der Saison werden leere Waben in dicht schließenden Kisten, Honigräumen oder Wabenschränken gelagert. Hauptfeind ist hier die Wachsmotte; entscheidend sind Dichtigkeit, einfache Kontrolle und bei Bedarf Belüftung des Kastens.

Worauf sollte man bei der Wahl eines Wabenkastens achten?

  1. Rähmchenmaß: Der Kasten muss Länge und Ohren Ihres Rähmchens (z. B. Langstroth oder Dadant, Brutraum oder Honigraum) aufnehmen; die Rähmchen dürfen nicht wackeln.
  2. Dichter Deckel: Er muss bienendicht sein. Bei der Ernte muss sich jede Öffnung des Kastens verschließen lassen.
  3. Material: Ein Kasten für Honigwaben muss innen gut zu reinigen sein; Kunststoff muss lebensmittelgeeignet, Holz unbehandelt oder lebensmittelgerecht behandelt sein.
  4. Tropfschutz: Für Honigwaben eine Abtropfschale am Boden oder ein geschlossener Unterteil.
  5. Belüftung: Werden Rähmchen mit Bienen transportiert, ist eine vergitterte Lüftung im Deckel Pflicht; andernfalls können die Bienen überhitzen und ersticken.
  6. Griff und Gewicht: Volle Honigwaben sind schwer. Stabiler Griff, eine Größe, die sich in Hüfthöhe tragen lässt.
  7. Stapelbarkeit: Im Fahrzeug und im Lager rutschfest übereinander stapelbar.
  8. Leichte Reinigung: Abwaschbare Innenfläche ohne Ecken; bei Krankheitsverdacht desinfizierbares Material.

Wie transportiert man Rähmchen bei der Ernte?

  1. Befreien Sie die Honigräume mit Bienenflucht oder Besen von Bienen.
  2. Stellen Sie den Honigraum sofort auf eine Abtropfschale und schließen Sie den Deckel.
  3. Stapeln Sie die Honigräume beim Beladen rutschfest und sichern Sie sie mit Spanngurten.
  4. Die Fahrt sollte kurz sein und im Schatten stattfinden; Waben, die im geschlossenen Fahrzeug in der Sonne stehen, werden weich und brechen.
  5. Stellen Sie die Honigräume im Schleuderraum an einem bienendichten Platz ab, wiederum auf einer Schale.
Mit geernteten vollen Honigräumen beladener Kleinlaster
Nach der Ernte auf einen Kleinlaster geladene volle Honigräume. Die Honigräume sind gestapelt und mit Gurten gesichert. Foto: Lubman04 / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0
Abblasen der Bienen aus dem Honigraum mit einem Gebläse
In großen Betrieben werden die Honigräume vor dem Verladen mit einem Gebläse von Bienen befreit. Foto: Pollinator / Wikimedia Commons · CC BY 2.5

Wie werden leere Waben in Kästen gelagert?

Geschleuderte Waben werden zuerst von den Bienen ausgeleckt und getrocknet, dann eingelagert. Lagern Sie Brutwaben und Honigwaben getrennt: Alte Brutwaben mit Pollen- und Puppenhautresten sind die Waben, die von der Wachsmotte am stärksten befallen werden.

  • Kühler, trockener Ort: Die Wachsmotte kann sich in kühler Umgebung nicht entwickeln; Winterkälte ist der beste Schutz.
  • Schutz durch Einfrieren: Werden die Waben vor dem Einlagern ein bis zwei Tage in die Tiefkühltruhe gelegt, sterben alle Entwicklungsstadien der Motte ab. Danach wird der Kasten dicht verschlossen, damit keine neuen Eier abgelegt werden.
  • Licht und Luft: Die Motte liebt Dunkelheit und stehende Luft. Honigwaben kreuzweise an einem hellen, luftigen Ort zu stapeln, verringert das Risiko.
  • Mäuseschutz: Öffnungen von Kästen und Honigräumen werden mäusedicht verschlossen.
  • Kontrolle: Die eingelagerten Waben werden in Abständen kontrolliert; Rähmchen mit Gespinst und Kot werden sofort aussortiert.
Verwenden Sie im Lager keine Chemikalien wie Naphthalin (etwa Paradichlorbenzol); sie hinterlassen Rückstände in Honig und Wachs. Gegen die Wachsmotte sind Kälte, Einfrieren und zugelassene biologische Mittel vorzuziehen.

Hygiene: keine Krankheiten verschleppen

Rähmchen und Waben sind einer der wichtigsten Wege, auf denen Bienenkrankheiten zwischen Bienenständen verschleppt werden. Sporen des Erregers der Amerikanischen Faulbrut können in Waben- und Honigresten jahrelang lebensfähig bleiben.

  • Verwenden Sie keine gebrauchten Waben und Kästen unbekannter Herkunft.
  • Transportieren Sie Rähmchen aus krankheitsverdächtigen Beuten nicht in gemeinsam genutzten Kästen; sondern Sie den Kasten aus und melden Sie den Fall dem zuständigen Veterinäramt.
  • Waschen und trocknen Sie die Kästen am Saisonende; Kunststoffkästen lassen sich auskratzen und waschen, Holzkästen auskratzen und oberflächlich abflammen.
  • Eine einfache Kennzeichnung an jedem Kasten oder Honigraum, aus welchem Bienenstand er stammt, erleichtert die Rückverfolgbarkeit.

Häufige Fehler

  • Honigwaben in einer offenen Kiste oder einem Eimer tragen.
  • Rähmchen mit Bienen in einem unbelüfteten Kasten in der Sonne stehen lassen.
  • Nasse, nicht ausgeleckte Waben in einem geschlossenen Kasten einlagern.
  • Brut- und Honigwaben gemischt lagern.
  • Die eingelagerten Waben den ganzen Winter über nie kontrollieren.

Häufige Fragen

Wie viele Rähmchen sollte ein Wabentransportkasten fassen?

Für den Einsatz am Bienenstand ist ein tragbarer Kasten für 5–10 Rähmchen praktisch. Bei der Ernte werden große Mengen in Honigräumen transportiert.

Wo sollten leere Waben gelagert werden?

An einem kühlen, trockenen, mäusedichten und regelmäßig kontrollierten Ort; möglichst nach vorherigem Einfrieren in einem dicht verschlossenen Kasten.

Kunststoff- oder Holzkasten?

Kunststoff ist leicht und einfach zu waschen; Holz isoliert besser, ist aber schwerer zu reinigen. Für Honigwaben hat die Reinigbarkeit Vorrang.

Ist es bedenklich, Waben von einem anderen Imker zu übernehmen?

Ja, wenn Sie Herkunft und Gesundheitszustand der Völker nicht kennen. Waben können Krankheitssporen übertragen.

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