Zuchtrahmen für Gelée Royale

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Der Ernterahmen für Gelée royale ist ein leerer Rahmen im Standardmaß der Beute, der bei der Gelée-royale-Gewinnung die Weiselnäpfchenstreifen oder Zuchtlatten trägt. Mit ihm werden die umgelarvten Näpfchen ins Volk gegeben und etwa drei Tage später zur Ernte wieder entnommen. Er ist ein einfaches Teil, doch Anordnung der Latten, Zahl der Näpfchen und Platz in der Beute bestimmen unmittelbar Tempo und Ertrag der Produktion.

Wozu dient ein Ernterahmen für Gelée royale?

Gelée royale gewinnt man, indem man den Futtersaft, den die Bienen um junge, in künstliche Weiselzellen (Weiselnäpfchen) umgelarvte Larven ablegen, erntet, bevor die Larve ihn verbraucht. Die Näpfchen müssen mitten im Volk senkrecht und mit der Öffnung nach unten hängen; der Ernterahmen sorgt für diese Anordnung. Er bringt die Näpfchen in den Brutbereich, wo die Bienen am dichtesten sitzen, und ermöglicht es, bei der Ernte alle mit einem Griff aus der Beute zu nehmen.

Im Aufbau entspricht er dem Zuchtrahmen der Königinnenzucht. Der Unterschied liegt im Arbeitstakt: Der Gelée-royale-Rahmen wird alle drei Tage geerntet, gereinigt und neu umgelarvt; deshalb sind Haltbarkeit und leichtes Ein- und Ausbauen wichtiger.

Kunststoffnäpfchen auf zwei Metalllatten in einem Ernterahmen im Beutenmaß
Ein Ernterahmen im Maß eines Beutenrähmchens: Halter und Kunststoffnäpfchen auf zwei Metalllatten. Die Latten lassen sich einzeln aus dem Rahmen nehmen. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)

Wie ist ein Ernterahmen aufgebaut?

  • Außenmaß: Es muss dem Brutraumrähmchen Ihrer Beute (z. B. Langstroth oder Dadant) entsprechen und ohne Lücke in die Beute passen.
  • Oberträger: Trägt den Rahmen; darauf bleibt Platz für Chargennummer und Umlarvdatum.
  • Seitenteile: Tragen die Aussparungen oder Schienen, in denen die Latten sitzen. Die Aussparungen müssen die Latte fest halten, aber leichtes Herausnehmen von Hand zulassen.
  • Querlatten: Auf diese Latten werden Näpfchenstreifen oder Halter gesteckt, geklebt oder aufgeschoben. Meist hat ein Rahmen drei bis vier Latten, bei manchen Anordnungen mehr.
  • Unterträger: Fehlt bei manchen Modellen oder ist verschmälert; so können die Bienen den untersten Streifen leichter bearbeiten.

Drehbare und herausnehmbare Latten

Bei einem guten Ernterahmen sind die Latten entweder ganz herausnehmbar oder um die eigene Achse drehbar. Beim Umlarven wird die Latte umgedreht, die Näpfchenöffnungen zeigen nach oben, und die Larve lässt sich bequem einsetzen; danach wird die Latte zurückgedreht, sodass die Näpfchen mit der Öffnung nach unten hängen. Auch bei der Ernte wird jede Latte einzeln entnommen und bearbeitet, während die anderen kühl warten.

Bienen bearbeiten Kunststoffnäpfchen an den Latten eines Ernterahmens
Frisch aus der Beute genommener Rahmen: Die Bienen haben die Öffnungen der Kunststoffnäpfchen an zwei Latten mit Wachs verlängert. In jedem angenommenen Näpfchen sammelt sich Futtersaft. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)

Aus welchem Material wird er gefertigt?

MaterialVorteilWorauf achten
Holzrahmen, HolzlattenGünstig, wird von den Bienen gut angenommen, eignet sich zum Ankleben von Näpfchen mit WachsPropolis und Wachs sammeln sich an; nimmt Feuchtigkeit auf und kann sich verziehen, gut trocknen
Holzrahmen, MetalllattenLatte bleibt gerade, Halter sitzen fest, leicht zu reinigenRostfrei oder beschichtet; das Lattenende darf in der Aussparung nicht wackeln
KunststoffrahmenAbwaschbar, maßhaltigKann Geruch halten; vor dem ersten Einsatz von den Bienen putzen lassen

Gleich welches Material: Der Rahmen muss geruchsneutral sein und darf weder Farbe noch Lack noch chemische Holzschutzmittel enthalten. Weil er den Näpfchen am nächsten ist, wirken sich chemische Rückstände direkt auf die Annahmerate aus.

Wie viele Näpfchen gehören auf einen Rahmen?

Die Zahl der Näpfchen pro Rahmen richtet sich weniger danach, was der Rahmen tragen kann, als danach, was das Volk versorgen kann. Gibt man mehr Näpfchen, als das Volk bewältigt, sinkt die Annahmerate, und die Futtersaftmenge je Näpfchen nimmt ab. Wenige gut versorgte Näpfchen bringen mehr Ertrag als viele schlecht versorgte.

  • Anfang: Beginnen Sie bei den ersten Durchgängen mit einer mittleren Zahl an Näpfchen; notieren Sie Annahmerate und Futtersaftmenge.
  • Steigern: Ist die Annahme hoch und sind die Näpfchen gut gefüllt, erhöhen Sie die Zahl beim nächsten Durchgang schrittweise.
  • Grenzsignal: Sinkt die Annahmerate oder kommen die Näpfchen nur halb gefüllt zurück, ist die Kapazität überschritten.

In der Intensivproduktion werden mit auf Gelée-royale-Leistung selektierten Linien und sehr starken Völkern mitunter über hundert Näpfchen pro Rahmen gegeben. Das erfordert jedoch ständige Eiweißfütterung, Verstärkung mit Jungbienen und Erfahrung; für Einsteiger ist es kein Ziel.

Wo wird der Ernterahmen in die Beute gehängt?

Die Näpfchen werden von jungen Ammenbienen mit aktiven Futtersaftdrüsen versorgt. Diese Bienen sammeln sich rund um die offene Brut. Deshalb gilt:

  • In die Mitte: Der Rahmen kommt in die Mitte des Produktionsraums, wo die Ammenbienen am dichtesten sitzen.
  • Neben offener Brut und Pollen: Liegt auf der einen Seite junge offene Brut und auf der anderen eine Pollenwabe, steigen Annahme und Futtersaftmenge.
  • Getrennt von der Königin: In einem weiselrichtigen Produktionsvolk wird die Königin mit einem Absperrgitter vom Raum mit dem Rahmen ferngehalten.
  • Abstand: Zwischen Näpfchen und Nachbarwaben bleibt so viel Platz, dass die Bienen die Näpfchen nicht an die Nachbarwabe anbauen.
Position des Zuchtrahmens in der Beute eines starken Produktionsvolks
In einem starken Pflegevolk hängt der umgelarvte Rahmen (der markierte) in der Mitte, wo die Bienen am dichtesten sitzen. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)

Arbeiten mit dem Ernterahmen im Drei-Tage-Zyklus

  1. Tag 0 – Umlarven: Latten drehen oder herausnehmen, Larven in die Näpfchen übertragen, Latten wieder einsetzen und den Rahmen ohne Auskühlen ins Volk geben. Das Datum auf den Oberträger schreiben.
  2. Tag 1 – Annahmekontrolle (optional): Der Rahmen kann kurz gezogen und die angenommenen Näpfchen können gezählt werden; ohne Erschütterung und zügig arbeiten.
  3. Tag 3 – Ernte: Etwa 72 Stunden nach dem Umlarven wird der Rahmen entnommen, die Bienen werden abgekehrt, und er kommt in einen bienendichten, kühlen Raum. Wartet man länger, verbraucht die Larve den Futtersaft.
  4. Am selben Tag – Neu umlarven: Die geleerten Näpfchen werden gereinigt, neu umgelarvt, und der Rahmen kommt zurück ins Volk.
Weißes Gelée royale in erntereifen Näpfchen
Einige Tage alte Näpfchen: In der Öffnung jedes angenommenen Näpfchens ist weißes Gelée royale zu sehen. Geerntet wird in dieser Phase, wenn der Futtersaft am reichlichsten ist. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)
Von Bienen bearbeitete Näpfchen in gelben Haltern auf einer Metalllatte
Auf eine Metalllatte gesteckte Halter und Näpfchen, an denen die Bienen arbeiten. Sitzt die Latte fest in der Aussparung, fallen die Näpfchen beim Tragen nicht ab. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)

Kennzeichnung, Aufzeichnungen und Reinigung

Bei laufender Produktion mit mehreren Rahmen ist die Verwechslung der Rahmen der häufigste Fehler. Ein Rahmen mit unbekanntem Umlarvdatum wird entweder zu früh oder zu spät geerntet. Geben Sie jedem Rahmen eine dauerhafte Nummer und schreiben Sie bei jedem Durchgang das Datum auf den Oberträger und ins Stockbuch.

  • Nach jedem Zyklus: Wachsreste und angetrockneter Futtersaft an Latten und Streifen werden entfernt. Zurückbleibender Futtersaft verdirbt, und sein Geruch senkt die Annahme.
  • Waschen: Kunststoffteile werden mit lauwarmem Wasser gewaschen; wird Spülmittel verwendet, muss es geruchlos sein und sehr gründlich abgespült werden.
  • Holzteile: Werden abgekratzt und vollständig getrocknet; feuchtes Holz schimmelt.
  • Saisonende: Die Rahmen werden gereinigt und geschlossen, trocken und fern von Chemikalien gelagert.

Häufige Fehler

  • Den Rahmen an den Rand hängen: Näpfchen am kühlen Rand der Beute werden schlecht versorgt.
  • Beim Transport auskühlen lassen: Bleibt ein umgelarvter Rahmen offen liegen, vertrocknen die Larven oder sterben an Kälte.
  • Wackelnde Latte: Ein beim Tragen herabfallender Streifen kostet den ganzen Durchgang.
  • Dem Volk keine Pause gönnen: Ein Volk im Dauereinsatz verbraucht sich; Eiweißfütterung, Verstärkung mit verdeckelter Brut und wechselnder Einsatz sind nötig.

Häufige Fragen

Sind der Ernterahmen für Gelée royale und der Zuchtrahmen für Königinnen dasselbe?

Im Aufbau ja. Da der Gelée-royale-Rahmen häufiger genutzt wird, trägt er meist mehr Näpfchen, und das leichte Ein- und Ausbauen der Latten ist wichtiger.

Wie viele Latten sollte ein Ernterahmen haben?

Meist werden drei bis vier Latten verwendet. Entscheidend ist weniger die Lattenzahl als die Zahl der Näpfchen, die das Volk versorgen kann.

Nach wie vielen Tagen wird der Rahmen aus der Beute genommen?

Etwa 72 Stunden nach dem Umlarven. Wird er später entnommen, beginnt die Larve den Futtersaft zu verbrauchen.

Ist ein Holz- oder ein Kunststoffrahmen besser?

Beide werden verwendet. Holz ist günstig und wird von den Bienen gut angenommen; Kunststoff lässt sich leicht waschen, kann aber Geruch halten. Wichtig ist, dass der Rahmen geruchsneutral und frei von Chemikalien ist.

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