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Eine Futterstelle ist ein gemeinsamer Fütterungsplatz außerhalb der Beute, an dem mehrere Völker zugleich abnehmen.

Warum es verlockend wirkt

  • Einmal befüllen für den ganzen Stand
  • Keine Beuten öffnen
  • Schnell bei vielen Völkern

Warum es dennoch abgeraten wird

An nahezu jedem Stand wiegen die Einwände schwerer als die Bequemlichkeit.

  • Räuberei: Offenes Futter weckt genau das Suchverhalten, das zu Räuberei führt; schwache Völker werden danach angegriffen
  • Krankheitsübertragung: Bienen verschiedener Völker treffen an einem Ort zusammen — der schnellste Weg für Nosema, Faulbrut und Viren
  • Ungleiche Verteilung: Starke Völker holen das meiste; schwache, die es gebraucht hätten, bekommen am wenigsten
  • Fremde Bienen aus der Umgebung kommen mit
  • Wespen und Hornissen werden angelockt

Wo es eingesetzt wird

Bei sehr großen Völkerzahlen an einem Platz, und dann bewusst unter Inkaufnahme der Nachteile. Auch dort, wo es regional üblich ist und alle Imker es gleich handhaben.

Die Alternative

In der Beute füttern löst jeden der genannten Einwände:

  • Jedes Volk bekommt, was es braucht
  • Kein Kontakt zwischen Völkern
  • Keine Räuberei und keine Wespen
  • Die Menge je Volk ist bekannt und dokumentierbar

Am späten Nachmittag füttern und die Fluglöcher während der Fütterungsperiode verengen macht es vollends sicher.

Wenn doch

  • Weit entfernt von den Beuten aufstellen
  • Nicht bei Trachtlücke verwenden
  • Aufstiege gegen Ertrinken
  • Bei Anzeichen von Räuberei sofort beenden

Die Grenze

Nicht bei aufgesetzten Honigräumen füttern — auch nicht über eine Futterstelle.

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