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Veraenderte Klimabedingungen wirken sich auf mehrere Bereiche der Imkerei aus.

Die Verschiebung der Tracht

Bluetezeiten verschieben sich, und nicht alle im gleichen Mass.

Daraus entstehen Luecken zwischen den Trachten, die es zuvor nicht gab — und die Trachtluecke ist der kritischste Punkt im Jahr.

Der eigene Trachtkalender aus Vorjahren wird damit unzuverlaessiger. Eine Stockwaage sagt zuverlaessiger als jede Erfahrung, ob tatsaechlich etwas fliesst.

Der Winter

Mildere Winter bedeuten nicht leichtere Ueberwinterung — oft das Gegenteil:

  • Das Brutgeschaeft wird nicht oder spaet eingestellt
  • Damit fehlt die brutfreie Phase — der guenstigste Zeitpunkt fuer eine Behandlung
  • Hoeherer Futterverbrauch
  • Die Varroamilbe vermehrt sich laenger

Der zweite Punkt wiegt am schwersten: Die Restentmilbung bei Brutfreiheit war jahrzehntelang der verlaesslichste Baustein der Varroastrategie.

Wetterextreme

  • Spaetfroeste nach fruehem Aufbau — Voelker koennen verhungern
  • Hitze: Das Volk wendet Kraft fuers Kuehlen statt fuers Sammeln auf; der Wasserbedarf steigt stark
  • Trockenheit: Blueten fuehren keinen Nektar, obwohl sie bluehen
  • Starkregen und lange Schlechtwetterphasen waehrend der Begattungstage

Neue Schaderreger

Waermere Bedingungen erleichtern die Ausbreitung von Arten, die zuvor regional begrenzt waren — invasive Hornissen und der Kleine Beutenkaefer sind Beispiele.

Was daraus folgt

  • Nach Zustand handeln, nicht nach Kalender
  • Brutunterbrechung gezielt erzeugen, wenn sie natuerlich ausbleibt
  • Wasser und Schatten sicherstellen
  • Trachtvielfalt foerdern
  • Lokal angepasste Linien und regionale Erhaltungszucht
  • Aufzeichnungen fuehren — der eigene Kalender verschiebt sich
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