Abflammen und Desinfektion

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Die Flamme ist das wirksamste und zugleich einfachste Mittel zur Desinfektion von Beutenteilen aus Holz.

Warum die Flamme

Sporen der Amerikanischen Faulbrut bleiben jahrzehntelang lebensfähig — in Holz, in Waben, an Werkzeug.

Übliche Reinigungsmittel erreichen sie nicht. Nur Flamme oder Auskochen in Sodalösung tötet sie zuverlässig.

Mechanisch reinigen kommt zuerst

Dies ist keine Formsache, sondern Voraussetzung.

  • Wachs- und Propolisreste flammen auf und ergeben eine Stichflamme
  • Sie schützen zugleich die Sporen darunter — die Flamme erreicht das Holz nicht

Also erst schaben, dann flammen.

Die richtige Stärke

Das Holz soll gleichmäßig hellbraun werden. Nicht verkohlen — verkohltes Holz wird brüchig und undicht.

Gleichmäßig führen, in den Ecken und Falzen gründlich, weil sich dort am meisten sammelt.

Was sich nicht abflammen lässt

  • Waben: Sie werden eingeschmolzen oder vernichtet
  • Kunststoffteile: Chemische Desinfektion nach Vorschrift
  • Metallteile: Auskochen oder abflammen, je nach Art

Der Stockmeißel

Er ist der Gegenstand, der am häufigsten Krankheit zwischen Beuten überträgt.

  • Zwischen den Beuten reinigen, mindestens zwischen Gruppen
  • Bei Krankheitsverdacht abflammen
  • Ein Alkoholgefäß am Stand — offenes Feuer, also mit Sorgfalt

Sicherheit

  • Im Freien arbeiten, nicht in geschlossenen Räumen
  • Wasser bereithalten
  • Nicht bei starkem Wind
  • Wachsreste sind brennbar; die Stichflamme kommt unerwartet

Bei meldepflichtigen Seuchen

Das Vorgehen bestimmt die zuständige Behörde. Eigenmächtiges Desinfizieren ersetzt die Meldung nicht.

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