Rähmchendraht und Drahten

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Beim Drahten von Rähmchen wird dünner Edelstahldraht zwischen den Seitenteilen des Beutenrähmchens gespannt und anschließend in die Mittelwand eingelötet; so bleibt die Mittelwand gerade und straff, und die ausgebaute Wabe wird gegen Schleudern, Transport und Hitze verstärkt. Der richtige Draht, das richtige Drahtmuster und eine gute Spannung sind die Grundlage für gerade und langlebige Waben. Auf dieser Seite beschreiben wir die Wahl des Drahts, die Drahtmuster sowie das Drahten und Einlöten Schritt für Schritt.

Was ist das Drahten von Rähmchen und warum ist es nötig?

Bienenwachs ist ein weiches Material. Bei der Temperatur im Inneren der Beute hängt eine Mittelwand, die Tausende Bienen und kiloweise Honig trägt, ohne Stütze durch, wellt sich oder reißt aus dem Rähmchen. Der Draht verleiht der Wabe ein „Skelett“.

  • Hält die Mittelwand gerade: Eine lockere oder ungestützte Platte wird schief ausgebaut; schiefe Waben machen die Rähmchen nicht mehr austauschbar.
  • Schützt die Wabe beim Schleudern: Eine volle Honigwabe kann durch die Fliehkraft der Honigschleuder brechen. Eine gedrahtete Wabe hält dieser Kraft viel besser stand.
  • Macht sie transportfest: In der Wanderimkerei steigt die Widerstandsfähigkeit gegen Erschütterungen.
  • Verhindert Zusammenbrechen bei Hitze: In der Sommerhitze sinkt das Risiko, dass besonders frisch ausgebaute und mit Honig gefüllte Waben zusammenbrechen.
Holzrähmchen mit waagerecht zwischen den Seitenteilen gespannten Drähten
Ein gedrahtetes Holzrähmchen, bereit für die Mittelwand. Die Drähte laufen durch die Löcher in den Seitenteilen und halten die Mittelwand an ihrem Platz. Foto: Waugsberg / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Wie wählt man den Rähmchendraht aus?

  • Material: Edelstahldraht ist die beste Wahl; da er ständig mit Honig und Feuchtigkeit in Berührung kommt, darf er nicht rosten. Auch verzinkter Draht wird verwendet; seine Beschichtung kann mit der Zeit Schaden nehmen. Rostender Eisendraht wird nicht verwendet.
  • Stärke: Meist verwendet man Draht mit etwa 0,4–0,5 mm Durchmesser. Zu dünner Draht reißt und schneidet ins Wachs; zu dicker Draht lässt sich schwer spannen und schwächt die Platte beim Einlöten.
  • Biegsamkeit: Zu bevorzugen ist ein Draht, der sich leicht biegen lässt, sich unter Spannung aber nicht dehnt.
  • Rolle: Damit er sich nicht verheddert, wird der Draht von einem drehbaren Rollenhalter abgezogen.

Welche Drahtmuster gibt es?

Der Weg, den der Draht im Rähmchen nimmt, hängt von Rähmchentyp, Rähmchenhöhe und den Gewohnheiten des Imkers ab. Wichtig ist, dass jeder Bereich der Platte gestützt wird und der Draht straff bleibt.

MusterWieVor- / Nachteil
Waagerechtes DrahtenDraht zwischen den Seitenteilen, in Reihen parallel zum OberträgerDie verbreitetste und praktischste Methode
Senkrechtes DrahtenDraht zwischen Ober- und UnterträgerWirksam gegen Durchhängen der Platte; Löcher in Ober- und Unterträger nötig
Diagonales (V-)DrahtenZusätzliche schräge Reihen zu den waagerechten DrähtenBietet zusätzliche Festigkeit; aufwendig in der Ausführung
Vorgedrahtete MittelwandDer Draht wird bei der Herstellung senkrecht in die Platte eingearbeitetSchnell; eine Stütze im Rähmchen wird dennoch empfohlen

Die Zahl der Reihen richtet sich nach der Rähmchenhöhe: Bei hohen Brutraumrähmchen genügen meist 3–4, bei flachen Honigraumrähmchen 2–3 waagerechte Reihen. Die Reihen sollten gleichmäßig über die Rähmchenhöhe verteilt sein.

Holzrähmchen mit vier waagerechten Drahtreihen
Ein hohes Rähmchen mit vier waagerechten Drahtreihen. Die Reihen sind gleichmäßig über die Rähmchenhöhe verteilt. Foto: AxelHH / Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Wie drahtet man ein Rähmchen Schritt für Schritt?

  1. Löcher prüfen: Vergewissern Sie sich, dass die Löcher in den Seitenteilen auf beiden Seiten auf gleicher Höhe liegen. In weichem Holz verhindern in die Löcher gesetzte Metallösen, dass der Draht ins Holz schneidet.
  2. Erstes Ende befestigen: Das Drahtende einige Male um einen kleinen Nagel wickeln, der in die Außenseite des Seitenteils geschlagen wurde, und den Nagel ganz einschlagen.
  3. Draht einfädeln: Den Draht der Reihe nach im Zickzack durch die Löcher führen; zwischen den Drahtreihen keine Knicke und Knoten lassen.
  4. Spannen: Verwenden Sie ein Drahtbrett oder eine Zwinge, die die Seitenteile leicht nach innen drückt, und ziehen Sie den Draht dann Reihe für Reihe straff. Wird der Druck gelöst, kehren die Seitenteile in ihre Lage zurück und spannen den Draht.
  5. Letztes Ende befestigen: Das zweite Ende auf die gleiche Weise um einen Nagel wickeln und befestigen, den Überstand abschneiden.
  6. Spannung prüfen: Beim Anzupfen mit dem Finger sollte der Draht klingen und beim Drücken deutlichen Widerstand zeigen. Bei Bedarf mit einem Drahtkräusler kleine Wellen in den Draht drücken, um die Spannung zu erhöhen.

Wie wird der Draht in die Mittelwand eingelötet?

Nach dem Spannen des Drahts wird die Mittelwand ins Rähmchen gesetzt und der Draht ins Wachs eingebettet. Berührt der Draht die Platte nur, bietet er keine Stütze; die Bienen legen den Draht mit der Zeit frei, oder die Platte löst sich vom Draht.

  • Unterlage verwenden: Arbeiten Sie auf einem ebenen Brett mit den Innenmaßen des Rähmchens, das die Unterseite der Platte vollständig stützt.
  • Elektrisches Einlöten: Ein Niederspannungstransformator wird kurz an beide Drahtenden angeschlossen und erhitzt den Draht; der Draht schmilzt das Wachs und sinkt hinein. Das geht schnell und liefert ein sauberes Ergebnis.
  • Einbettrad (Sporenrädchen): Ein gezahntes Rädchen, das am Draht entlanggerollt wird; es wird erhitzt oder kalt verwendet. Billig und einfach, aber arbeitsintensiver.
  • Hitze regulieren: Ein überhitzter Draht schneidet die Platte durch und reißt Spalten. Der Draht soll mitten im Wachs liegen und nicht auf der anderen Seite der Platte heraustreten.
Gedrahtetes leeres Rähmchen, Rähmchen mit Mittelwand und ausgebaute Wabe
Drei Stufen von links nach rechts: gedrahtetes leeres Rähmchen, Rähmchen mit eingelöteter Mittelwand und eine von den Bienen ausgebaute, gebrauchte Wabe. Foto: AxelHH / Wikimedia Commons · CC BY 3.0
Eingebetteter Draht, der durch die Wabenzellen verläuft
Draht, der in einer ausgebauten Wabe durch die Zellböden verläuft. Ein richtig eingelöteter Draht liegt in der Mitte der Wabe; die Bienen bauen die Zellen darüber. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)

Häufige Fehler beim Drahten

  • Lockerer Draht: Der häufigste Fehler. Lockerer Draht trägt die Platte nicht; die Wabe wellt sich.
  • Draht nicht einlöten: Verbindet sich die Platte nicht mit dem Draht, hängt sie durch oder löst sich vom Draht.
  • Überhitzen: Zu langes Einschalten des Stroms beim elektrischen Einlöten schneidet die Platte durch.
  • Keine Metallösen verwenden: In weichem Holz weitet der gespannte Draht das Loch mit der Zeit, und der Draht erschlafft.
  • Rostender Draht: Rost geht auf Honig und Wachs über, der Draht wird dünner und reißt.
  • Ungleichmäßig verteilte Drahtreihen: Im ungestützten unteren Bereich verbiegt sich die Platte.
Denken Sie an die Qualität der Mittelwand: Wie gut auch gedrahtet wird, eine Mittelwand mit Paraffin- oder Stearinzusatz wird bei Hitze weich und macht Probleme. Der Draht gleicht die Mängel von verfälschtem Wachs nicht aus. Verwenden Sie Platten aus reinem Bienenwachs bekannter Herkunft.

Welche Möglichkeiten gibt es ohne Drahten?

  • Kunststoffmittelwand und Kunststoffrähmchen: Kein Drahten nötig; ob die Bienen sie annehmen, hängt von der Qualität der Wachsbeschichtung ab.
  • Stützstifte: Manche Imker stützen die Platte mit Metallstiften, die in die Seitenteile gesteckt werden; meist schwächer als waagerechter Draht.
  • Rähmchen für Wabenhonig: Für Wabenhonig, der ausgeschnitten verkauft wird, verwendet man dünne Mittelwände ohne Draht; diese Waben werden nicht geschleudert.
  • Rähmchen ohne Mittelwand: Die Bienen erhalten nur einen Anfangsstreifen als Leitlinie; die Wabe wird zerbrechlicher und erfordert beim Schleudern Vorsicht.

Häufige Fragen

Wie straff sollte der Rähmchendraht sein?

Beim Anzupfen mit dem Finger sollte er klingen und beim Drücken deutlichen Widerstand zeigen. Ein Draht, der nachgibt, ist zu locker.

Wie viele Drahtreihen braucht ein Brutraumrähmchen?

Bei hohen Rähmchen genügen meist 3–4, bei flachen Honigraumrähmchen 2–3 waagerechte Reihen.

Verzinkter Draht oder Edelstahldraht?

Edelstahldraht hält länger und birgt kein Risiko, Rost an den Honig abzugeben; wählen Sie ihn nach Möglichkeit.

Was passiert, wenn der Draht nicht eingelötet wird?

Die Platte löst sich vom Draht, hängt durch und wird schief ausgebaut; mit der Zeit liegt der Draht an der Wabenoberfläche frei.

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