Bohrwerkzeug fuer Raehmchen

💬 WhatsApp

Geräte zum Bohren von Rähmchen sind Werkzeuge wie Bohrmaschine, Bohrschablone, Mehrfachbohrbank und Lochzange, mit denen man in die Seitenteile von Beutenrähmchen (beim senkrechten Drahten auch in Ober- und Unterträger) sauber fluchtende, gleichmäßig verteilte Löcher für den Rähmchendraht bohrt. Diese Löcher dienen nicht der Belüftung oder dem Durchgang der Bienen, sondern ausschließlich dem Draht; dass sie an der richtigen Stelle und im richtigen Durchmesser gebohrt werden, ist die Voraussetzung für straffes Drahten. Auf dieser Seite beschreiben wir die Arten von Geräten, die Platzierung der Löcher und häufige Fehler.

Warum bohrt man Löcher in das Beutenrähmchen?

Der Rähmchendraht wird zwischen den Seitenteilen gespannt, um die Mittelwand gerade und straff zu halten. Der Draht läuft durch kleine, eigens dafür gebohrte Drahtlöcher in den Seitenteilen. Die Löcher dienen weder dem Luftstrom in der Beute noch der Bewegung der Bienen; entsprechende Angaben in manchen Quellen sind falsch. Die Bienen bewegen sich durch die Zwischenräume zwischen den Rähmchen und unter dem Rähmchen hindurch.

Viele Hersteller verkaufen die Seitenteile vorgebohrt. Wer jedoch ungebohrte Leisten kauft, seine Rähmchen selbst herstellt oder ein anderes Drahtmuster verwenden möchte, muss die Löcher selbst bohren.

Langstroth-Rähmchen mit Drahtlöchern in den Seitenteilen
Zwei Langstroth-Rähmchen unterschiedlicher Höhe. In der Mitte der Seitenteile sind die kleinen, auf einer senkrechten Linie angeordneten Drahtlöcher zu erkennen. Foto: Robert Engelhardt. / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Welche Geräte gibt es zum Bohren von Rähmchen?

Handbohrmaschine und dünner Bohrer

Für wenige Rähmchen ausreichend. Verwendet wird ein spitzer, scharfer und dünner Holzbohrer. Beim freihändigen Bohren ist es schwer, die Flucht zu halten; deshalb sollte man zumindest mit Anrissen auf der Leiste oder einer einfachen Schablone arbeiten.

Bohrschablone (Bohrlehre)

Ein Holz- oder Metallteil, das auf das Seitenteil gesetzt wird und an den Lochstellen metallene Bohrbuchsen hat. Da der Bohrer durch die Buchse geführt wird, werden die Löcher in jeder Leiste an derselben Stelle und senkrecht gebohrt. Mehrere Seitenteile lassen sich nebeneinander einspannen und zusammen mit der Schablone bohren.

Säulenbohrmaschine und Mehrfachbohrbank

Eine Säulenbohrmaschine (Tischbohrmaschine) sorgt dafür, dass die Löcher genau senkrecht zur Leiste gebohrt werden. In Erwerbsbetrieben werden Mehrspindel-Bohrbänke eingesetzt, die alle Löcher eines Seitenteils in einem Arbeitsgang bohren; über Anschlag und Auflage bringen diese Bänke jede Leiste in dieselbe Position.

Lochzange und Ösensetzer

Für dünne Seitenteile gibt es zangenartige Werkzeuge, die das Loch nicht bohren, sondern stanzen. Manche Modelle setzen gleichzeitig auch die Metallöse ins Loch. Die Öse verhindert, dass der gespannte Draht ins weiche Holz einschneidet.

Wo und wie sollten die Löcher gebohrt werden?

  • Auf der Mittellinie der Leiste: Die Löcher werden genau in die Mitte der Breite des Seitenteils gebohrt; so bleibt der Draht in der Ebene der Mittelwand.
  • In beiden Seitenteilen auf gleicher Höhe: Liegen gegenüberliegende Löcher nicht auf einer Höhe, verläuft der Draht schräg und die Mittelwand verbiegt sich.
  • In gleichmäßigen Abständen: Die Drahtreihen sollten gleichmäßig über die Rähmchenhöhe verteilt sein. Bei hohen Rähmchen werden meist 3–4, bei flachen 2–3 Lochreihen gebohrt.
  • Abstand zu den Enden: Ein Loch zu nahe an der Verbindung zu Ober- oder Unterträger führt dazu, dass die Leiste spaltet und der Nagel ins Loch trifft.
  • Richtiger Durchmesser: Wird keine Öse gesetzt, bleibt das Loch so klein, dass der Draht gerade leicht hindurchgeht. Wird eine Öse gesetzt, wählt man den Durchmesser so, dass der Schaft der Öse fest sitzt. Ein zu großes Loch schwächt die Leiste.
Rähmchen mit vier Drahtreihen, die durch fluchtende Löcher geführt sind
Ein Rähmchen, bei dem die Löcher in beiden Seitenteilen auf gleicher Höhe gebohrt wurden: Die Drähte verlaufen parallel zum Oberträger und in gleichen Abständen. Foto: Waugsberg / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Wie bohrt man Rähmchen Schritt für Schritt?

  1. Vor dem Zusammenbau bohren: Die Seitenteile vor dem Zusammenbau des Rähmchens zu bohren, ist einfacher und genauer.
  2. Eine Musterleiste anfertigen: Die Lochpositionen ausmessen, anzeichnen und diese Leiste als Schablone verwenden.
  3. Leisten bündeln: Gleich lange Seitenteile mit bündigen Enden in eine Zwinge spannen.
  4. Senkrecht bohren: Mit Schablone oder Säulenbohrmaschine bohren und den Bohrer dabei senkrecht zur Leiste halten. Damit an der Rückseite der untersten Leiste keine Splitter ausreißen, ein Restholz unterlegen.
  5. Grate entfernen: Splitter am Lochrand zerkratzen den Draht und beeinträchtigen die Spannung.
  6. Prüfen: Nach dem Zusammenbau durch Einfädeln eines Drahts testen, ob sich die Löcher in beiden Seitenteilen genau gegenüberliegen.
Neue, gebohrte und gedrahtete Rähmchen
Neue Rähmchen, gebohrt, montiert und gedrahtet. Bei sauber gebohrten Leisten bleiben die Drähte straff und parallel. Foto: Maja Dumat from Deutschland (Germany) / Wikimedia Commons · CC BY 2.0

Worauf achtet man bei der Wahl der Bohrgeräte?

  • Anzahl der Rähmchen: Für ein paar Dutzend Rähmchen genügen Handbohrmaschine und Schablone; für Hunderte Rähmchen kommt eine Säulenbohrmaschine oder eine Mehrfachbohrbank in Frage.
  • Rähmchentyp: Die Schablone muss zur Länge Ihrer Seitenteile und zur Lochzahl passen.
  • Verwendung von Ösen: Wenn Sie Ösen setzen, beschleunigen Modelle, die Lochzange und Ösensetzer vereinen, die Arbeit.
  • Haltbare Führung: Bei Holzschablonen weiten sich die Löcher mit der Zeit; Schablonen mit Metallbuchsen halten lange.

Sicherheit und Pflege

  • Verwenden Sie einen scharfen Bohrer; ein stumpfer Bohrer verbrennt das Holz, reißt Splitter aus und kann die Leiste spalten.
  • Tragen Sie eine Schutzbrille und halten Sie die Leisten nicht mit der Hand, sondern mit einer Zwinge.
  • Späne und Staub regelmäßig entfernen; Holzstaub sollte nicht eingeatmet werden.
  • Schablonen und Lochzangen trocken und zum Rostschutz leicht geölt aufbewahren; darauf achten, dass kein Öl an die Rähmchen gelangt.

Häufige Fehler

  • Löcher von Hand und nach Augenmaß ausrichten; gegenüberliegende Löcher sitzen versetzt.
  • Zu große Löcher bohren und damit die Leiste schwächen oder den Draht im Loch wackeln lassen.
  • Zu nahe an den Leistenenden bohren und ein Spalten verursachen.
  • Grate nicht entfernen; der Draht wird zerkratzt und die Spannung leidet.
  • In weichem Holz ohne Ösen sehr straffen Draht ziehen.

Häufige Fragen

Werden Rähmchenlöcher zur Belüftung gebohrt?

Nein. Die Löcher in den Seitenteilen dienen ausschließlich der Durchführung des Rähmchendrahts; mit Belüftung oder dem Durchgang der Bienen haben sie nichts zu tun.

Wie viele Löcher bohrt man in ein Seitenteil?

Bei hohen Brutraumrähmchen meist 3–4, bei flachen Honigraumrähmchen 2–3 Löcher; die Zahl richtet sich nach dem Drahtmuster.

Welchen Durchmesser sollten die Löcher haben?

Ohne Ösen so klein, dass der Draht gerade leicht hindurchgeht; mit Ösen so, dass der Schaft der Öse fest sitzt.

Sollte man die Löcher vor oder nach dem Zusammenbau bohren?

Vor dem Zusammenbau; die Seitenteile gebündelt mit Schablone zu bohren, ist schneller und genauer.

VERWANDTE VIDEOS
VERWANDTE PDF-DATEIEN
Anlaşılabilir ArıcılıkSamsun İl Tarım ve Orman Müdürlüğühttps://samsun
Haydi ArıcılığaDoğu Karadeniz Projesi Bölge Kalkınma İdaresi Başkanlığ
ITM BEE-BSB www.itmbeebsb.comBlack Sea CBChttps://blacksea-cbc.net› im
HAYVAN YETĠġTĠRĠCĠLĠĞĠ VE SAĞLIĞI ARI BAKIMICemal Yeşilyurt Meslekî ve
ARICININ EL KITABI ARICININ EL KITABITuruzhttps://turuz.com› storage ›
YAPIBiLGiSi 3YÖKhttps://www.yok.gov.tr› Yayinlar › Yayinlarimiz
MOBİLYA SEKTÖRÜ İŞ SAĞLIĞI VE GÜVENLİĞİ ...Çalışma ve Sosyal Güvenlik

📝 Beiträge von Imkern

Noch keine Beiträge.