Ösen für Rähmchendraht

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Metallösen (Rähmchenösen, Drahtösen) sind kleine Metallringe, die in die Drahtlöcher der Seitenteile eines Beutenrähmchens gesetzt werden; sie verhindern, dass der gespannte Rähmchendraht ins weiche Holz einschneidet, das Loch ausweitet und mit der Zeit erschlafft. Obwohl sie ein kleines und billiges Teil sind, verlängern sie die Lebensdauer des Rähmchens und verbessern die Qualität des Drahtens deutlich. Auf dieser Seite erfahren Sie, wofür Ösen dienen, welche Arten es gibt, wie man sie setzt und welche Fehler häufig vorkommen.

Was ist eine Rähmchenöse und wofür braucht man sie?

Der Rähmchendraht wird durch kleine Löcher in den Seitenteilen geführt und straff gespannt, um die Mittelwand gerade zu halten. Der Draht ist dünn und hart, das Rähmchenholz dagegen meist weiches Kiefernholz. Unter Spannung drückt der Draht auf den Lochrand und schneidet mit der Zeit einen Schlitz ins Holz. Je größer das Loch wird, desto mehr erschlafft der Draht, und die Mittelwand hängt durch.

Die Öse ist ein kleines Metallröhrchen, das im Loch sitzt und durch Umbördeln des Randes befestigt wird. Der Draht liegt dann nicht mehr am Holz, sondern am glatten Metallring an. Dadurch:

  • Schneidet der Draht nicht ins Holz: Der Lochrand bleibt jahrelang erhalten.
  • Bleibt die Spannung dauerhaft: Da sich das Loch nicht weitet, erschlafft der Draht nicht.
  • Wird das Neudrahten einfacher: Wenn die alte Wabe entfernt und das Rähmchen neu gedrahtet wird, sind die Löcher noch intakt.
  • Sicherheit beim Schleudern: Straff bleibender Draht trägt eine volle Honigwabe in der Honigschleuder besser.

Eine wichtige Richtigstellung: In manchen Texten heißt es, Ösen seien Öffnungen für den Durchgang der Bienen oder für die Luftzirkulation in der Beute; das stimmt nicht. Die Öse ist lediglich ein Teil, das das Drahtloch verstärkt.

Seitenteile von Holzrähmchen mit gebohrten Drahtlöchern
Rähmchen mit Drahtlöchern in den Seitenteilen. In diese Löcher werden die Ösen gesetzt; besonders in weichem Holz kann sich das Drahtloch mit der Zeit ausweiten. Foto: Robert Engelhardt. / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Welche Arten von Rähmchenösen gibt es?

  • Messingösen: Die am weitesten verbreitete Art; rostfrei und leicht zu verformen.
  • Andere korrosionsbeständige Metalle: Es gibt auch beschichtete oder rostfreie Metallringe. Ein in der feuchten Beutenumgebung rostender Ring verschmutzt sowohl den Draht als auch den Honig; deshalb sollte rostfreies Material gewählt werden.
  • Einsätze aus Kunststoff: Bei manchen Rähmchen werden statt Metall Schutzeinsätze aus Kunststoff verwendet; sie sind weniger verbreitet als Metallringe.

Für die Wahl der Größe sind zwei Maße wichtig: Der Schaftdurchmesser muss zum Bohrlochdurchmesser passen, die Schaftlänge zur Stärke des Seitenteils. Ein kurzer Ring schützt das Loch nicht vollständig, ein langer steht auf der anderen Seite der Leiste über.

Wie setzt man Rähmchenösen?

Zum Setzen der Ösen verwendet man einen einfachen Ösensetzer zum Einschlagen oder ein zangenartiges Setzwerkzeug. Manche Werkzeuge erledigen das Lochen und das Setzen der Öse in einem Arbeitsgang.

  1. Löcher vorbereiten: Der Durchmesser der Löcher im Seitenteil muss so bemessen sein, dass der Schaft der Öse fest sitzt.
  2. Öse einsetzen: Setzen Sie die Öse so ins Loch, dass sie vollständig darin sitzt; der Schaft soll das Loch über die ganze Stärke des Seitenteils auskleiden.
  3. Befestigen: Den Rand der Öse mit dem Setzwerkzeug aufweiten oder mit einem leichten Schlag festsetzen. Die Öse darf sich nicht drehen und nicht herausrutschen.
  4. Prüfen: Kontrollieren Sie, ob der Draht leicht durch die Öse geht und am Rand kein Grat zurückbleibt.
  5. Drahten: Danach das Rähmchen wie üblich drahten und spannen (siehe Seite „Rähmchendraht und Drahten“).
Vier straffe Drahtreihen, die durch die Löcher der Seitenteile verlaufen
Ein Rähmchen mit vier waagerechten Drahtreihen. Die Stellen, an denen der Draht aus den Seitenteilen austritt, sind am stärksten belastet; die Öse verstärkt diese Stellen. Foto: AxelHH / Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Braucht jedes Rähmchen Ösen?

Sie sind nicht zwingend, werden aber in vielen Fällen empfohlen.

SituationÖseWarum
Seitenteil aus WeichholzEmpfohlenDer Draht schneidet leicht ins Holz
Sehr straffes Drahten, SchleuderrähmchenEmpfohlenHohe Belastung am Lochrand
Rähmchen, die neu gedrahtet werdenEmpfohlenDas Loch bleibt auch nach Jahren intakt
Hartholz oder dickes SeitenteilOptionalDas Holz ist widerstandsfähiger
KunststoffrähmchenNicht nötigEs wird nicht gedrahtet

Worauf achtet man beim Kauf von Ösen?

  • Material: Rostfreies oder korrosionsbeständiges Metall.
  • Passende Maße: Schaftdurchmesser und -länge müssen zur Stärke Ihrer Seitenteile und zum Lochdurchmesser passen.
  • Saubere Kanten: Die innere Öffnung muss glatt sein; eine scharfe Kante zerkratzt den Draht.
  • Passendes Setzwerkzeug: Wählen Sie einen Ösensetzer oder eine Zange, die zur Größe Ihrer Ösen passt.

Häufige Fehler bei Rähmchenösen

  • Das Loch zu groß bohren: Die Öse wackelt, dreht sich oder fällt heraus.
  • Die Öse nicht vollständig einsetzen: Der Draht reibt am Rand der Öse wieder am Holz.
  • Rostende Ösen verwenden: Rost gelangt an Draht und Honig.
  • Ösen in alte, gespaltene Löcher setzen wollen: Eine gespaltene Leiste muss zuerst repariert oder ersetzt werden.
Tipp: Setzen Sie die Ösen in den Wintermonaten gesammelt, zusammen mit dem Zusammenbau und dem Drahten der Rähmchen. Eine einmal richtig gesetzte Öse erfüllt ihren Zweck während der gesamten Lebensdauer des Rähmchens.

Häufige Fragen

Sind Rähmchenösen für den Durchgang der Bienen gedacht?

Nein. Die Öse ist nur ein kleiner Metallring, der das Loch für den Rähmchendraht verstärkt; mit dem Durchgang der Bienen oder der Belüftung hat sie nichts zu tun.

Kann man ohne Ösen drahten?

Ja; in weichem Holz weitet der gespannte Draht das Loch jedoch mit der Zeit aus und erschlafft. Die Öse verhindert das.

Welches Metall ist für Ösen am besten?

Rostfreie Materialien, vor allem Messing, sind die verbreitetste und am besten geeignete Wahl.

Kann man in alte Rähmchen Ösen setzen?

Ja, wenn die Löcher intakt sind. Für ausgeweitete Löcher wählt man Ösen mit dickerem Schaft; gespaltene Leisten müssen zuerst repariert werden.

Braucht man zum Setzen von Ösen ein Spezialwerkzeug?

Für wenige Rähmchen genügen ein einfacher Ösensetzer und ein Hammer. Bei vielen Rähmchen beschleunigen zangenartige Werkzeuge, die lochen und setzen zugleich, die Arbeit.

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