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Wer verkauft, sollte wissen, was die Erzeugung kostet. Viele Imker rechnen nur das Material.

Was in die Rechnung gehoert

  • Material: Beuten, Raehmchen, Mittelwaende, Glaeser, Etiketten
  • Behandlungsmittel
  • Futter
  • Fahrtkosten — der am haeufigsten unterschaetzte Posten
  • Geraete, ueber die Nutzungsdauer verteilt
  • Standmiete, wo anfaellt
  • Versicherung
  • Voelkerverluste
  • Die eigene Arbeitszeit

Die zwei vergessenen Posten

Arbeitszeit und Voelkerverluste.

Wer die eigene Zeit nicht rechnet, verkauft unter Wert und verdraengt zugleich diejenigen, die korrekt kalkulieren.

Und Verluste sind kein Ausnahmefall, sondern ein regelmaessiger Kostenposten. Wer sie nicht einplant, rechnet zu guenstig.

Warum Ertrag schwankt

Er haengt von Wetter und Tracht ab und kann von Jahr zu Jahr um ein Vielfaches abweichen.

Deshalb wird ueber mehrere Jahre gemittelt, nicht nach einem guten Jahr kalkuliert.

Was den Preis rechtfertigt

  • Rueckverfolgbarkeit: Stand, Zeitraum, Tracht — das kann ein anonymer Mischhonig nicht bieten
  • Sortenhonig und regionale Herkunft
  • Schonende Verarbeitung: Nicht ueberhitzt, nicht fein gefiltert
  • Direkter Kontakt zum Erzeuger

Der erste Punkt ist das eigentliche Verkaufsargument des Direktvermarkters — vorausgesetzt, die Aufzeichnungen existieren.

Zu billig verkaufen

Es schadet dem Verkaeufer und dem Markt. Wer unter den Erzeugungskosten anbietet, subventioniert seine Kunden aus eigener Tasche.

Die Grundlage

Aufzeichnungen. Ohne Zahlen zu Ertrag, Aufwand und Verlusten ist jede Preisangabe geraten.

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