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Manches lässt sich am Stand nicht beurteilen. Für diese Fälle braucht es Vergrößerung.

Wofür ein Mikroskop nötig ist

  • Nosema: Die Sporen sind nur mikroskopisch sichtbar — es gibt keinen anderen Weg
  • Amöbenkrankheit
  • Tracheenmilbe: Erfordert Präparation der Brust
  • Pollenanalyse zur Herkunftsbestimmung

Die richtige Probe

Wichtiger als das Gerät. Für Nosema werden ältere Flugbienen untersucht, nicht junge Bienen von der Wabe.

Eine Probe von der falschen Stelle liefert ein falsches Ergebnis, gleich wie gut das Mikroskop ist. Und eine zu kleine Probe sagt nichts über das Volk aus.

Was für welchen Zweck

  • Durchlichtmikroskop für Sporen und Pollen
  • Stereomikroskop für Präparation und für die künstliche Besamung
  • Lupe oder Lupenbrille für die Arbeit am Stand

Die Lupenbrille

Das am meisten unterschätzte Hilfsmittel.

Beim Umlarven muss die jüngste Larve am Zellboden erkannt werden. Wer sie nicht sieht, greift auf gut Glück — und ältere Larven ergeben minderwertige Königinnen, denen man das nicht ansieht.

Für viele Imker mit alterssichtigen Augen entscheidet dieses eine Hilfsmittel über den Erfolg einer ganzen Zuchtserie.

Am Stand

Eine Lupe hilft bei Milben auf Bienen, beim Beurteilen von Brutzellen und beim Unterscheiden von Varroa und Tropilaelaps — die eine quer, die andere länglich und auffallend schnell.

Die Grenze

Ein Mikroskop sagt, was da ist, nicht warum. Ein Volk mit Nosema ist ein Volk unter Druck; die Ursache liegt bei Feuchtigkeit, Waben, Varroa oder Ernährung.

Die Maßnahmen ergeben sich aus dieser Frage, nicht aus dem Befund.

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