Drahtwerkzeug fuer Raehmchen

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Geräte zum Drahten von Rähmchen sind Handwerkzeuge und Vorrichtungen, mit denen Draht in die Beutenrähmchen gespannt, befestigt und in die Mittelwand eingelötet wird: Allen voran Drahtspule, Drahtbrett, Drahtspanner und Drahtwellengerät, Ösenzange, elektrisches Einlötgerät und Einbettrad (Sporenrad). Die richtige Ausrüstung ermöglicht es, Hunderte von Rähmchen schnell, straff und sauber zu drahten. Auf dieser Seite erfahren Sie, wozu jedes Werkzeug dient, wie man es nach Betriebsgröße auswählt und wie man es sicher benutzt.

Welche Ausrüstung braucht man zum Drahten von Rähmchen?

Drahten lässt sich auch mit wenigen einfachen Werkzeugen; mit steigender Rähmchenzahl spart eine gute Vorrichtung jedoch Zeit und sorgt in jedem Rähmchen für dieselbe Spannung. Die Grundausrüstung gliedert sich in vier Gruppen:

  • Draht und Spule: Rostfreier Rähmchendraht und ein Spulenhalter, der den Draht ohne Verheddern abgibt.
  • Spannvorrichtungen: Drahtbrett, Schraubzwinge, Drahtspanner und Drahtwellengerät.
  • Befestigungsmaterial: Kleine Nägel, Hammer, Zange, Seitenschneider, Drahtösen und Ösenzange.
  • Einbettgeräte: Elektrisches Einlötgerät (Trafo), Einbettrad (Sporenrad) und Einlötbrett.
Werkzeugsatz zum Drahten von Rähmchen und Einlöten von Mittelwänden
Ein typischer Drahtsatz: Niedervolt-Trafo zum Einlöten der Mittelwand, Drahtspule, Schablone zum Abmessen der Drahtlänge, Schraubzwinge zum Spannen, kleine Nägel, Zange und Seitenschneider, Hammer und Rähmchentacker. Foto: Dirk Liesch / Wikimedia Commons · CC BY 4.0

Draht und Spulenhalter

Rähmchendraht wird meist aus Edelstahl mit etwa 0,4–0,5 mm Durchmesser auf Spulen verkauft. Steckt die Spule auf einem Halter, auf dem sie sich frei um eine Achse dreht, lässt sich der Draht ohne Knicke und Verheddern abziehen. Geknickter, verbogener Draht lässt sich nicht gleichmäßig spannen und reißt leicht.

Bei Serienarbeit bewährt sich eine Schablone für die Drahtlänge: Die für ein Rähmchen nötige Drahtlänge wird einmal gemessen, auf einem Brett markiert, und der Draht wird für jedes Rähmchen nach diesem Maß abgeschnitten. So vermeidet man sowohl Drahtverschwendung als auch zu kurze Drähte.

Drahtbrett und Drahtspannhilfen

Drahtbrett (Drahtschablone)

Eine Vorrichtung, die das Rähmchen festhält und die Seitenteile mit einem Hebel oder einer Schraube leicht nach innen biegen kann. Der Draht wird bei gebogenen Seitenteilen gespannt und befestigt; wird die Vorrichtung gelöst, federn die Seitenteile in ihre ursprüngliche Lage zurück und spannen den Draht zusätzlich. Eine einfache Schraubzwinge erfüllt denselben Zweck. Das Drahtbrett ist der einfachste Weg, bei vielen Rähmchen dieselbe Spannung zu erreichen.

Drahtspanner

Ein Handwerkzeug, mit dem man den Draht an einem Ende fasst und Reihe für Reihe nachzieht. Auch ohne Drahtbrett lässt sich der Draht damit ausreichend spannen. Beim Spannen ist darauf zu achten, dass das Rähmchen nicht aus dem Winkel gerät.

Drahtwellengerät

Ein Werkzeug, das dem zwischen zwei gezahnten Rollen hindurchgeführten Draht kleine Wellen gibt. Der gewellte Draht verkürzt sich, sodass die Spannung steigt; zudem hält gewellter Draht die Mittelwand besser. Zu starkes Wellen kann den Draht schwächen.

Auf dem Drahtbrett gespanntes und befestigtes Rähmchen mit vier waagerechten Drähten
Ein mit vier waagerechten Drähten gespanntes Rähmchen. Mit einer guten Spannvorrichtung hat jede Reihe dieselbe Spannung; beim Anzupfen mit dem Finger klingt der Draht. Foto: AxelHH / Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Befestigungsmaterial und Ösenzange

  • Kleine Nägel und Hammer: Die beiden Drahtenden werden um kleine Nägel gewickelt und so befestigt, die in die Außenseite des Seitenteils geschlagen werden.
  • Zange und Seitenschneider: Zum Wickeln, Biegen und Abschneiden überschüssigen Drahts.
  • Rähmchentacker: Dient beim Zusammenbau zum Verbinden der Leisten; manche Imker befestigen damit auch die Drahtenden.
  • Drahtösen und Ösenzange: In die Drahtlöcher des Seitenteils werden kleine Metallösen eingesetzt; die Öse verhindert, dass der gespannte Draht in das weiche Holz einschneidet und das Loch ausweitet. Die Ösenzange setzt die Öse ins Loch und quetscht ihren Rand fest (Einzelheiten auf der Seite „Metallösen für Rähmchen“).

Geräte zum Einbetten des Drahts

Elektrisches Einlötgerät

Ein Niedervolt-Trafo oder ein geeigneter Akku gibt über zwei Kabelklemmen kurzzeitig Strom auf die beiden Drahtenden. Der Draht erwärmt sich, schmilzt das Wachs darunter und sinkt in die Mittelwand ein; wird der Strom abgeschaltet, erstarrt das Wachs sofort. Da alle Drähte in einem Arbeitsgang eingelötet werden, ist das Ergebnis schnell und gleichmäßig.

Sicherheitshinweis: Verwenden Sie zum Einlöten ausschließlich eine Niederspannungsquelle. Netzstrom direkt an den Draht anzuschließen, ist lebensgefährlich und birgt Brandgefahr. Lassen Sie den Strom nicht länger als einige Sekunden fließen; überhitzter Draht schneidet die Mittelwand durch und kann das Wachs entzünden.

Einbettrad (Sporenrad)

Ein kleines Rad mit gekerbtem, gezahntem Rand. Es wird über den Draht gerollt und drückt ihn ins Wachs. Es lässt sich kalt verwenden, liefert aber in warmem Wasser angewärmt oder erhitzt bessere Ergebnisse. Es ist billig und braucht keinen Strom; für wenige Rähmchen genügt es.

Einlötbrett

Ein ebenes Brett in den Innenmaßen des Rähmchens, das die Mittelwand von unten vollständig stützt. Ohne Einlötbrett biegt sich die Mittelwand beim Einbetten durch oder bricht. Die Oberfläche leicht anzufeuchten, verhindert, dass die Mittelwand festklebt.

Rähmchen mit fertig eingelöteter Mittelwand
Rähmchen mit in die Mittelwand eingelöteten Drähten, bereit für den Einsatz im Volk. Die Drähte sind als gerade Linien in der Mittelwand zu sehen. Foto: Axel Hindemith / Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Worauf achtet man bei der Auswahl von Drahtgeräten?

BetriebsgrößeAusreichende AusrüstungHinweis
Wenige Beuten (Hobby)Draht, Zange, Nägel, Hammer, Einbettrad, EinlötbrettGeringe Kosten; mehr Zeit und Arbeit
Mittlere GrößeZusätzlich Drahtbrett, Drahtspanner, elektrisches EinlötgerätSpannung und Einlötqualität werden gleichmäßig
ErwerbsimkereiDrahtbrett für mehrere Rähmchen, Spulenhalter, Ösenvorrichtung, Einlötstation für SerienarbeitFür die Vorbereitung großer Mengen in den Wintermonaten
  • Passend zum Rähmchenmaß: Drahtbrett und Einlötbrett müssen zum verwendeten Rähmchentyp (Langstroth, Dadant usw.) passen.
  • Stabilität: Der Holz- oder Metallkörper des Drahtbretts darf unter Last nicht nachgeben.
  • Einstellbare Temperatur oder Dauer: Bei elektrischen Einlötgeräten verhindert eine Kontrolle der Stromdauer, dass die Mittelwand durchgeschnitten wird.
  • Rostfreie Oberflächen: Teile, die mit Draht und Wachs in Berührung kommen, dürfen nicht rosten.

Wie drahtet man mit diesen Geräten? (Kurzablauf)

  1. Legen Sie das Rähmchen mit getrocknetem Leim und im Winkel in das Drahtbrett; setzen Sie bei Bedarf Ösen in die Löcher.
  2. Biegen Sie die Seitenteile mit dem Drahtbrett leicht nach innen.
  3. Befestigen Sie den Draht an einem Nagel, führen Sie ihn im Zickzack durch die Löcher, spannen Sie ihn Reihe für Reihe und befestigen Sie das andere Ende.
  4. Lösen Sie das Drahtbrett; prüfen Sie die Spannung mit dem Finger und verwenden Sie bei Bedarf das Drahtwellengerät.
  5. Legen Sie die Mittelwand ein, setzen Sie das Rähmchen auf das Einlötbrett und löten Sie den Draht ein.
Zwei neu gedrahtete alte Holzrähmchen
Alte Rähmchen, die nach dem Ausschneiden der Waben und der Reinigung neu gedrahtet wurden. Mit einer guten Drahtvorrichtung lassen sich auch alte Rähmchen so straff wie neue drahten. Foto: Axel Hindemith / Wikimedia Commons · CC BY 3.0

Pflege der Geräte und häufige Fehler

  • Wachsreste: Wachs, das sich auf Einlötbrett und Einbettrad ansammelt, sollte regelmäßig entfernt werden.
  • Kabel und Klemmen prüfen: Kabel und Klemmen des elektrischen Einlötgeräts dürfen nicht verschlissen sein; beschädigte Kabel werden nicht verwendet.
  • Feuchte Lagerung: Drahtspule und Werkzeuge sollten trocken aufbewahrt werden.
  • Den Draht ohne Drahtbrett zu stark anziehen und das Rähmchen aus dem Winkel bringen.
  • In weichem Holz ohne Ösen sehr straffen Draht verwenden; das Loch weitet sich mit der Zeit.
  • Beim Einlöten den Strom zu lange fließen lassen und die Mittelwand durchschneiden.

Häufige Fragen

Welche Spannung verwendet man zum Einlöten des Drahts?

Man verwendet einen Niedervolt-Trafo oder einen geeigneten Akku. Netzstrom wird niemals direkt an den Draht angeschlossen.

Einbettrad oder elektrisches Einlötgerät?

Für wenige Rähmchen genügt das Einbettrad. Mit steigender Rähmchenzahl liefert das elektrische Einlötgerät schnellere und gleichmäßigere Ergebnisse.

Ist ein Drahtbrett unbedingt nötig?

Nein; auch mit Schraubzwinge und Drahtspanner erzielt man gute Ergebnisse. Es erleichtert jedoch, bei vielen Rähmchen dieselbe Spannung zu erreichen.

Wozu dient ein Drahtwellengerät?

Es gibt dem Draht kleine Wellen, erhöht so die Spannung und sorgt dafür, dass der Draht die Mittelwand besser hält.

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