Wabentransport und Lagerung

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Geräte zum Transport und zur Lagerung von Rähmchen sind Hilfsmittel wie Wabenzange, Wabenbock, Zargenheber, Transportkarre, Spanngurt, Wabenregal und Wabenaufhängung, mit denen man Rähmchen sicher aus der Beute nimmt, sie bei der Kontrolle beiseitestellt, Honigräume und Beuten anhebt und transportiert und leere Waben außerhalb der Saison unbeschädigt lagert. Das richtige Gerät schont den Rücken des Imkers, die Wabe und die Bienen. Diese Seite beschreibt die Geräte und die Lagerung von Waben zum Schutz vor der Wachsmotte.

Warum braucht man Geräte zum Transport von Rähmchen?

Eine volle Honigwabe wiegt einige Kilogramm, ein voller Honigraum mehrere Dutzend Kilogramm. An einem Erntetag hebt der Imker diese Last viele Male. Die Geräte sollen:

  • Die Wabe schützen: Das Rähmchen tragen, ohne es zu erschüttern, fallen zu lassen oder zu quetschen.
  • Die Bienen schützen: Beim Ziehen und Zurückhängen der Rähmchen das Zerdrücken von Bienen und den Verlust der Königin verhindern.
  • Den Imker schützen: Die Belastung für Rücken und Handgelenke verringern.
  • Hygiene: Arbeiten, ohne das Rähmchen auf den Boden zu stellen oder mit Erde und Gras in Berührung zu bringen.

Wabentransportkisten mit Deckel und der Transport im Honigraum bei der Ernte werden auf der Seite „Kisten für Transport und Lagerung von Rähmchen“ ausführlich behandelt; diese Seite konzentriert sich auf die Geräte außer den Kisten.

Geräte zum Handhaben von Rähmchen an der Beute

Wabenzange

Eine zangenförmige Metallzange, die den Oberträger des Rähmchens von beiden Seiten fasst. Sie ermöglicht es, ein mit Propolis verklebtes Rähmchen mit einer Hand senkrecht und ohne Rucken herauszuheben. Das ist sicherer, als den dünnen Oberträger mit behandschuhter Hand zu halten, und verringert die Gefahr, Bienen zu zerdrücken.

Mit der Wabenzange aus dem Honigraum gehobene Honigwabe
Eine behandschuhte Hand hebt mit der Wabenzange eine Honigwabe senkrecht aus dem Honigraum. Die Zange fasst den Oberträger von beiden Seiten. Foto: Onésime / Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Wabenbock (Rähmchenhalter)

Eine Metallhalterung, die an den Rand der Beute oder des Honigraums gehängt wird. Die ersten ein, zwei bei der Kontrolle gezogenen Rähmchen werden daran gehängt; so entsteht Platz zum Arbeiten in der Beute, und das Rähmchen wird nicht auf den Boden gestellt. Bei Waben mit Bienen verhindert er auch, dass die Königin herunterfällt.

Stockmeißel

Das Grundwerkzeug jedes Imkers: Er trennt verklebte Rähmchen, hebt sie an und kratzt. Das Hakenende dient als Hebel zum Anheben des Rähmchens.

Geräte zum Transport von Honigräumen und Beuten

  • Zargenheber: Ein neben der Beute aufgestelltes Gestell, das Honigraum oder Beutenkörper mit Hebel oder Kurbel anhebt. Ein allein arbeitender Imker kann so schwere Honigräume heben, ohne den Rücken zu belasten.
  • Transportkarre: Eine zweirädrige Handkarre mit einer Ladefläche im Beutenmaß. Sie erleichtert den Transport von Honigräumen und Beuten auf dem Bienenstand; in unebenem Gelände sind breite Räder vorzuziehen.
  • Tragegriffe und Halter: Griffe, die am Beutenkörper befestigt oder von zwei Personen gemeinsam benutzt werden.
  • Spanngurt: Er verbindet die Beutenteile fest miteinander; beim Transport und in der Wanderimkerei verhindert er, dass sich die Beute öffnet.
Neben der Beute aufgestellter Zargenheber
Zargenheber: Das neben der Beute aufgestellte Gestell fasst die obere Zarge und hebt sie an; im unteren Bild ist die Zarge angehoben. Foto: Psychedilly Circus / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Beute wird vor dem Transport mit einem Gurt gesichert
Die zu transportierende Beute wird mit einem Gurt fest verzurrt; Körper und Deckel lösen sich unterwegs nicht. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)
Von zwei Imkern gemeinsam getragene Holzbeute
Eine schwere Beute wird von zwei Personen aufrecht und ausgeglichen getragen. Beim Heben sollte man die Beine einsetzen, nicht den Rücken. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)
Heben Sie einen vollen Honigraum mit den Beinen, nicht mit dem Rücken, und halten Sie die Last nah am Körper. An langen Erntetagen schützen Zargenheber oder Transportkarre Ihre Gesundheit.

Geräte zur Lagerung von Rähmchen

  • Wabenregale: Offene Regale, in denen die Rähmchen an ihren Ohren hängen. Die Waben berühren sich nicht, Luft zirkuliert, die Kontrolle ist einfach.
  • Deckenaufhängungen: An von der Decke hängenden Leisten aufgereihte Rähmchen sparen Platz und werden belüftet.
  • Wabenschränke: Dichte Schränke mit Tür; sie verhindern, dass eingefrorene Waben erneut von Motten befallen werden.
  • Gestapelte Honigräume: Die verbreitetste Methode. Unten und oben wird so abgeschlossen, dass weder Mäuse noch Motten eindringen.
An Deckenleisten gelagerte leere Rähmchen
An Deckenleisten aufgereihte leere Rähmchen: Das spart Platz, und zwischen den Waben zirkuliert Luft. Foto: Dirk Liesch / Wikimedia Commons · CC BY 4.0

Wie lagert man Waben zum Schutz vor der Wachsmotte?

Der größte Feind leerer Waben im Lager ist die Wachsmotte (Große Wachsmotte Galleria mellonella und Kleine Wachsmotte Achroia grisella). Ihre Larven ernähren sich von Wachs, Pollen und Kokonresten und zerstören die Wabe, indem sie sie mit Gespinst überziehen. Eine Wabe ohne Bienen kann innerhalb weniger Wochen unbrauchbar werden.

Von Wachsmotten mit Gespinst überzogene leere Rähmchen
Schwerer Wachsmottenschaden an ungeschützten Waben: Die Waben sind mit Gespinst, Kot und Kokons überzogen. Foto: APHA (National Bee Unit), Crown Copyright · Open Government Licence v3.0 (Crown Copyright)
MethodeWie wird sie angewendet?Hinweis
Kühle LagerungKühles Lager oder WinterkälteDie Motte kann sich in kühler Umgebung nicht entwickeln; die günstigste Methode
EinfrierenWaben ein, zwei Tage in die TiefkühltruheTötet alle Stadien; danach dicht verschlossen lagern
Licht und LuftHonigraumwaben hell und luftig über Kreuz stapelnDie Motte liebt Dunkelheit und stehende Luft
TrennenBrut- und Honigwaben getrennt lagernAlte Waben mit Kokons und Pollen werden am stärksten befallen
Zugelassene biologische MittelNach Gebrauchsanweisung auf die Wabe auftragenHinsichtlich Rückständen sicherer als chemische Mittel

Naphthalin und ähnliche Chemikalien hinterlassen Rückstände in Wachs und Honig und werden nicht verwendet. Alte, dunkle Brutwaben mit vielen Kokons einzuschmelzen, statt sie zu lagern, verringert sowohl das Mottenrisiko als auch die Krankheitslast.

Hygiene und Ordnung bei der Lagerung

  • Lassen Sie die Waben vor dem Einlagern von den Bienen auslecken und trocknen; nasse Waben schimmeln.
  • Machen Sie das Lager mäusedicht; Mäuse zernagen und verschmutzen die Waben.
  • Kennzeichnen Sie die Waben nach Herkunftsstand; halten Sie Waben aus krankheitsverdächtigen Völkern getrennt und melden Sie den Verdacht.
  • Kontrollieren Sie im Winter mehrmals; sortieren Sie Rähmchen mit Gespinst oder Larven sofort aus und frieren Sie sie ein.
  • Nehmen Sie keine gebrauchten Waben unbekannter Herkunft ins Lager.

Häufige Fehler

  • Das Rähmchen bei der Kontrolle auf den Boden oder ins Gras stellen.
  • Schwere Honigräume allein und mit gebeugtem Rücken heben.
  • Die Beute vor dem Transport nicht verzurren.
  • Leere Waben unkontrolliert an einem warmen, dunklen, geschlossenen Ort lassen.
  • Im Lager Naphthalin verwenden.

Häufige Fragen

Ist ein Wabenbock wirklich nötig?

Nicht zwingend, aber sehr nützlich: Das gezogene Rähmchen wird nicht auf den Boden gestellt, es entsteht Arbeitsraum in der Beute, und die Gefahr, die Königin zu verlieren, sinkt.

Wie lange sollten Waben in der Tiefkühltruhe bleiben?

Ein, zwei Tage in der Tiefkühltruhe genügen. Lagern Sie sie danach in einer geschlossenen Kiste, in die keine Motte gelangt.

Kann man leere Waben im Winter draußen lagern?

In kalten Regionen ja, an einem luftigen, vor Mäusen und Regen geschützten Ort. Kälte ist ein guter Schutz vor der Wachsmotte.

Brauche ich einen Zargenheber?

Wenn Sie allein mit vielen Völkern arbeiten oder Rückenprobleme haben, ist er eine erhebliche Erleichterung.

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